Coesfeld
Polster zur Abstiegszone

Lette. Das Gefühl war neu, aber nicht schlecht. Bisher hatten die Letteraner ihre zehn Punkte allesamt gegen die drei Mannschaften unter ihnen geholt: SV Gescher II, Brukteria Rorup sowie TSG Dülmen in Hin- und Rückspiel. Jetzt aber feierten sie tatsächlich einen Sieg gegen einen höher platzierten Gegner. „Das war auch extrem wichtig, wenn wir uns von unten absetzen wollen“, stellte Vorwärts-Co-Trainer Sascha Peters nach dem 5:2 gegen Borussia Darup fest. „Vor allem haben wir den Anschluss an die Mannschaften über uns geschafft.“

Dienstag, 05.11.2019, 10:54 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 11:00 Uhr
Coesfeld: Polster zur Abstiegszone
Abheben ist nicht angesagt bei Vorwärts Lette, auch wenn Nick Richter (links) und Co. gegen die Daruper um Spielertrainer Micky Gravermann einen 5:2-Sieg eingefahren haben. Foto: Frank Wittenberg

Natürlich war auch Peters, der zurzeit für den am Knie operierten Frank Stening die alleinige Verantwortung übernimmt, nicht entgangen, wie sehr der Sieg in der zweiten Halbzeit am seidenen Faden hing. Nach dem 3:2-Anschlusstreffer durch Micky Gravermann zitterten die Letteraner gehörig und verloren für rund 20 Minuten die Kontrolle über die Partie. „Das 3:3 wäre möglich gewesen“, gab der Trainer ehrlich zu. Und ob sich sein Personal dann noch einmal hätte aufrappeln können, sei höchst fraglich.

Es ist ja gut gegangen. Das 4:2 durch Julien Balzer diente als Erlösung – und unverdient war der Sieg vor allem aufgrund der ersten Halbzeit nicht, in der die Letteraner ihren Gegner nach etwas wackliger Anfangsphase völlig im Griff hatten und verdient 3:1 führten. „Wir müssen früher das vierte Tor nachlegen“, bilanzierte Sascha Peters. „Vor allem dürfen wir nach dem 3:2-Anschlusstreffer nicht völlig aus dem Spiel geraten.“ Um das Nervenkostüm war es nach zuletzt vier Niederlagen in Folge mit 2:18 Toren verständlicherweise nicht optimal bestellt.

Jetzt geht der Blick voraus. 13 Zähler haben die Letteraner auf Platz 13 nun auf dem Konto, sind nach Punkten mit Borussia Darup gleichgezogen. Der Abstand zu den beiden möglichen Abstiegsplätzen hat sich auf acht Punkte vergrößert. „Die Sieg war wichtig für die Tabelle, aber auch für das Gefühl“, lächelte Peters. „Aber wir werden jetzt sicher nicht euphorisch.“ Vier Spiele stehen noch aus bis Weihnachten, da soll das Polster weiter aufgefüttert werden – auch wenn ihnen am kommenden Sonntag (10. 11.) mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer DJK Coesfeld-VBRS die wohl schwerstmögliche Aufgabe bevorsteht. Daheim gegen GW Nottuln II, und Turo Darfeld, dann noch auswärts beim SV Gescher II – Partien, in denen Vorwärts für ein entspanntes Weihnachtsfest sorgen will.

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