Handball: DJK/VBRS-Damen setzen sich 32:31 in Schwerte durch
Spiel gedreht – mit dickem Ausrufezeichen

Coesfeld (fw). Der verdiente Sieg hing plötzlich am seidenen Faden. Nicht nur, dass die HSG Schwerte/Westhofen 75 Sekunden vor Schluss auf 31:32 verkürzte, nein, aus dem folgenden Ballverlust der DJK/VBRS-Damen folgte 30 Sekunden vor dem Ende auch noch ein strittiger Siebenmeter für die Gastgeberinnen. Den lenkte Maike Kreikenberg an den Innenpfosten – gerettet! Und das wertete Dirk Haverkämper als perfekte Reaktion auf die Heimniederlage gegen den Lüner SV: „Nach dieser Rutsche und einem 14:20-Rückstand zur Pause so zurückzukommen, das ist mal ein echtes Statement!“

Montag, 09.12.2019, 09:12 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 09:30 Uhr
Handball: DJK/VBRS-Damen setzen sich 32:31 in Schwerte durch: Spiel gedreht – mit dickem Ausrufezeichen
Lu Ann Dirks nahm die gefährlichste HSG-Werferin in der zweiten Halbzeit in eine kurze Deckung – ein taktischer Schachzug, der funktionierte. Foto: Frank Wittenberg

Unnötig eng ist es am Ende geworden, denn eigentlich hätten sich die Coesfelderinnen schon früher für eine ganz starke zweite Halbzeit belohnen müssen. „Unter dem Strich geht das auf jeden Fall in Ordnung“, versicherte der Trainer. Denn auf die Probleme, die sich ab Mitte des ersten Durchgangs eingeschlichen hatten, fand seine Mannschaft eine perfekte Antwort.

Gut waren sie ins Spiel gekommen, lagen schnell mit 3:0 und 8:5 (12.) in Führung. „Wir hatten uns gut auf den Gegner vorbereitet und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sah Haverkämper eine starke Anfangsphase. Auch beim 12:12-Zwischenstand (21.) schien alles im Lot. Dann aber gelang es immer seltener, die beste HSG-Spielerin Franziska Alissa, die ein Dutzend Tore warf, in den Griff zu bekommen. „Wir haben etliche Gegenstöße in Folge kassiert“, berichtete der Trainer. Durch einen dieser leichten Ballverluste gelang den Gastgeberinnen Sekunden vor der Pause das 20:14.

Ein deutlicher Rückstand, den die DJK-Damen erstaunlich gut wegsteckten. Lu Ann Dirks nahm in der Folge die HSG-Torjägerin in eine kurze Deckung, und das behagte dem Spiel von Schwerte/Westhofen überhaupt nicht. Die ersten fünf Tore zum 20:19 gehörten der DJK-VBRS, Christel Daldrup gelang beim 21:21 erstmals der Ausgleich. „Dann hätten wir schon wegziehen müssen“, notierte der Trainer einige vergebene Chancen – mit vier Toren in Folge zum 24:28 (49.) war die vermeintliche Vorentscheidung gefallen. Nach dem 29:32 machten es die Coesfelderinnen noch einmal spannend, durften am Ende aber mit dem Trainer jubeln: „Das war clever ausgespielt.“ 7 HSG Schwerte/Westhofen – DJK Coesfeld-VBRS 31:32; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Juliana Hüls (9), Magda Hemker (8/2), Christel Leufke (7), Britta Reckers (3), Lea Hemker (3), Diana Waning (1), Christin Thiery (1), Lea-Sophie Schneider, Maike Dieker, Lu Ann Dirks, Melanie Moersig.

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