Handball: Spektakulärer 26:25-Sieg der DJK/VBRS-Damen
Tolles Comeback, furioses Finale

Coesfeld. Die wilde Fahrt auf der Berg- und Talbahn brauchte noch ein furioses Finale. Maike Kreikenberg war diejenige, die für den spektakulären Showdown in den Mittelpunkt rückte: Sieg oder „nur“ ein Unentschieden, das lag 20 Sekunden vor dem Ende in den Händen der Torfrau. Und die wehrte tatsächlich den Siebenmeter der bis dahin tadellosen Julia Koopmann ab. „Die Zuschauer haben in der Endphase richtig Alarm gemacht“, wusste Dirk Haverkämper, wer zusätzlich den Ausschlag zum hauchdünnen 26:25-Sieg seiner DJK/VBRS-Handballerinnen gegen Borussia Dortmund III gegeben hatte. „Dann klappt auch sowas.“

Montag, 16.12.2019, 09:00 Uhr
Handball: Spektakulärer 26:25-Sieg der DJK/VBRS-Damen: Tolles Comeback, furioses Finale
Starker Auftritt: Christin Thiery trug mit vier Treffern zum knappen Sieg der DJK/VBRS-Handballerinnen bei. Foto: az

Der dritte Sieg binnen vier Spielen mit einem Tor Differenz – auch eine Qualität. Wobei der Trainer ehrlich war: „Diesmal wäre ein Punkt gegen einen guten Gegner auch in Ordnung gewesen.“ Zumal sie während der Partie schon ein tolles Comeback hingelegt hatten.

Denn zu Beginn ging gar nichts. Magda Hemker gelang nach 4:55 Minuten der 1:1-Ausgleich, dann schafften die Coesfelderinnen satte elf Minuten lang keinen einzigen Treffer und lagen trotz einer frühen Auszeit deutlich mit 1:7 hinten. „Die Körpersprache passte eigentlich“, stellte Haverkämper fest. „Aber die mannschaft wollte vielleicht zu viel.“ Die Aufregung führte zu Unkonzentriertheiten, dadurch spielten sie zahlreiche Bälle ins Nirwana oder schenkten sie leichtfertig weg. Nach einer Viertelstunde wurde es endlich deutlich besser: Fünf Tore in Folge binnen fünf Minuten brachten die DJK/VBRS-Damen auf 7:8 heran, die beim 10:10 erstmals den Ausgleich schafften und mit 12:12 in die Kabine gingen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit boten sich alle Chancen, der Partie eine Vorentscheidung zu verpassen. 16:14 stand es für die Gastgeberinnen, die aber in den folgenden Minuten eine Reihe von Möglichkeiten ausließen. „Da waren wir eindeutig stärker und hätten wegziehen können“, urteilte der Trainer. Dortmund blieb im Spiel, drehte den Spieß mit drei Toren zum 19:20 (46.) und läutete eine spannende Endphase ein, in der meist die Gäste mit einem Treffer vorne lagen, während die Coesfelderinnen immer wieder ausglichen.

Weil dem letzte Spiel eines tollen Jahres noch ein Sahnehäubchen gut passte, griffen die DJK-damen einmal mehr tief in die Kiste. Lea Hemker warf den 25:25-Ausgleich (58.), Britta Reckers schaffte 55 Sekunden vor Schluss die 26:25-Führung. Und dann kam der Auftritt von Maike Kreikenberg, die wie schon eine Woche zuvor beim 32:31 in Schwerte den letzten Versuch des Gegners per Siebenmeter abwehrte. Die letzten 15 Sekunden spielten die Coesfelderinnen souverän herunter. „Auch da haben wir dazugelernt“, lächelte der Trainer.

Der Rest war Jubel. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Punktgleich mit Tabellenführer Lüner SV, der überraschend in Haltern gepatzt hat – „die Momentaufnahme ist wirklich gut“, lobte Dirk Haverkämper, der während der Partie an der Linie mächtig Gas gegeben hat, um sein Team zum Sieg zu pushen. Wieder mal mit nur einem Tor: „Ich sag nur: mentale Stärke . . .“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – Borussia Dortmund III 26:25; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Christel Daldrup (6), Magda Hemker (6/2), Lea Hemker (5), Christin Thiery (4/1), Britta Reckers (3), Juliana Hüls (2), Diana Waning, Lea-Sophie Schneider, Maike Dieker, Lu Ann Dirks, Melanie Moersig.

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