Frauenfußball: Die Letteranerin ist Topschützin in der Regionalliga-West
Auf bestem Weg Richtung Bundesliga

Lette. Vor 13 Jahren hat alles begonnen – damals noch im Dress von Vorwärts Lette lernte Maike Sicking den Umgang mit dem runden Leder. „Ich spiele seit den Minikickern Fußball“, erklärt die Letteranerin. „Schon damals war ich immer Stürmerin.“ Bereits früh wurde das fußballerische Talent, das in Maike schlummert, erkannt. So verlies Maike 2016 ihren Heimatverein, um den nächsten Schritt zu machen. Mittlerweile geht die 16-Jährige für die U17 vom SSV Rhade in der Regionalliga-West auf Torejagd. „Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, freut sich Maike. „Ich fühle mich hier richtig wohl.“

Montag, 06.01.2020, 18:54 Uhr
Frauenfußball: Die Letteranerin ist Topschützin in der Regionalliga-West: Auf bestem Weg Richtung Bundesliga
Das Erfolgsteam des SSV Rhade: Maike Sicking hat mit ihren zwölf Ligatreffern einen großen Anteil am aktuellen Kurs des Teams. Foto: az

Kein Wunder: Schließlich läuft es momentan bei der U17 des SSV. Mit 31 Punkten aus 13 Spielen führen die Rhader die Regionalliga-West an und thronen vor Mannschaften wie Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach oder Alemannia Aachen. Noch im letzten Spiel des Jahres schlugen sie mit dem 1. FC Köln einen großen Mitkonkurrenten mit 3:1. „Ein ganz wichtiger Sieg“, weiß Maike. Geht das so weiter, sind sie auf dem besten Weg Richtung Bundesligaaufstieg. „Das wäre natürlich ein Riesenerfolg“, lächelt Maike. „Trotzdem sollte es erst einmal unser Ziel sein, weiter im oberen Tabellenbereich zu bleiben.“

Sie selbst hat einen großen Anteil am derzeitigen Höhenflug ihres Teams. Mit zwölf Toren führt Maike die Torschützen-Liste der Liga an. Bereits in der abgelaufenen Saison sicherte sie sich mit 22 erzielten Treffern den zweiten Platz in der Torschützenliste. „Ich mache mir selbst überhaupt keinen Druck“, sagt die Torjägerin. Letztlich wolle sie nur der Mannschaft mit ihren Toren helfen.

Eine besonders wichtige Rolle spielt für sie Trainer Mike Lerche. „Er bereitet uns immer super auf den nächsten Gegner vor“, lobt Maike die Arbeit des Coesfelders. „Er hat mich schon damals in der Kreisauswahl trainiert.“ Als dieser dann in Rhade anheuerte, überzeugte er Maike, ihm zu folgen. Dort spielt sie nun auch mit Angelina Lerche, Tochter des Trainers, erfolgreich zusammen.

Ein verrücktes Jahr 2019 hat Maike mit dem SSV Rhade hinter sich. „Das Highlight war auf jeden Fall die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Wuppertal“, lächelt sie. Als beste westdeutsche Mannschaft platzierten sich die Rhader auf Rang sechs. „Ein echt schönes Erlebnis“, fügt Maike hinzu. „Die Stimmung in der Halle war beeindruckend.“ Hinzu kommt der Gewinn des Kreispokal durch einen 7:0-Sieg über den 1. FFC Recklinghausen. Dadurch qualifizierte sich der SSV für den Westfalenpokal. Dort war erst im Halbfinale gegen den Bundesligisten FC Iserlohn Endstation. Nun soll in diesem Jahr an die Erfolge angeknüpft werden – womöglich reicht es zum ganz großen Wurf und dem Aufstieg.

In der neuen Saison könnte Maike allerdings dann nicht Bundesliga spielen. „Ich komme jetzt in die Damenmannschaft“, sagt Maike. „Dann spiele ich in der Westfalenliga.“ Ihr OK hat sie dem Verein für die nächste Spielzeit trotz zahlreicher Anfragen bereits gegeben. „Das Umfeld ist hier sehr familiär“, schildert die 16-Jährige. „Das gefällt mir.“ In Zukunft wolle sie erst einmal bei den Damen eine gute Rolle spielen und dem Team weiterhelfen. „Dazu werde ich mich natürlich weiter auf Schule und das Abitur konzentrieren“, ergänzt Maike. Nebenbei mal eben den Bundesligaaufstieg klar machen – das wäre ein Traum.

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