24-Stunden-Schwimmen gestartet
Schlaflos im CoeBad – aber mit ganz viel Spaß

Coesfeld (fw). Ein bisschen verrückt sein, das hilft, gibt Mareen Wiechert gerne zu. „Ist ja nur einmal im Jahr“, zuckt sie mit den Schultern und streift sich die rote Badekappe über, die sie als Mitglied des Teams „DLRG Coesfeld and friends“ ausweist. Einmal im Jahr 24 Stunden am Stück im CoeBad. Nicht ununterbrochen im Wasser, aber immer wieder. Tagsüber, während der Nacht, von 15 bis 15 Uhr. Die Triathletin der DJK Coesfeld-VBRS zählt zu den Mutigen, die sich der Herausforderung 24-Stunden-Schwimmen um den Sparkasse Westmünsterland-Cup stellen.

Samstag, 11.01.2020, 07:50 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 08:00 Uhr
24-Stunden-Schwimmen gestartet: Schlaflos im CoeBad – aber mit ganz viel Spaß
Punkt 15 Uhr ging es gestern Nachmittag los – bis exakt heute um 15 Uhr ziehen die Einzelschwimmer und Mannschaften beim Sparkasse Westmünsterland-Cup ihre Bahnen. Foto: Frank Wittenberg

Zehn Starter gehören zum DLRG-Team, das als eine von 15 Mannschaften ins Rennen geht. „Drei von uns wechseln sich eine Stunde lang immer nach 100 Metern ab“, erklärt Mareen Wiechert. Dann geht das nächste Trio ins Wasser und immer so weiter. Was sie sich vorgenommen haben? „So 80 Kilometer“, gibt sich Frank Wilde zurückhaltend, der mit seinem Team das Lager im Durchgang zum Solebad aufgeschlagen hat. „Unsere Mannschaft ist komplett neu zusammengestellt.“ Auch mit Unterstützung der DLRG und des SC Union aus Lüdinghausen.

Im Wettkampfbüro hat Michael Lübke derweil den ersten großen Stress hinter sich. „Wenn die Schwimmer im Wasser sind, wird es hier etwas ruhiger“, lächelt der Leiter der DJK/VBRS-Triathlonabteilung. Dennoch richtet er sich auf eine Nacht ohne Schlaf ein, denn bei ihm laufen die Fäden zusammen. Auf 36 Helfer darf er zählen, die in drei Schichten alle möglichen Aufgaben übernehmen – zum Beispiel das Zählen der Bahnen anhand von Listen und Farben, was höchste Konzentration erfordert. „Eine Stunde zählen, dann eine Stunde Pause“, erklärt Lübke.

Wann und wie oft die Schwimmer Pause machen, ist ihnen selbst überlassen. Bei „DLRG and friends“ weist die selbsterstellte Liste genau aus, wann wer an der Reihe ist. Drei Stunden „Freizeit“ am Stück in der Nacht, das ist das Maximum für Mareen Wiechert. Erholung sei dennoch nur schwer möglich. „Manche schaffen es, richtig zu schlafen“, erzählt sie. „Ich nicht.“ Das wird hart – aber 24-Stunden-Schwimmen ist ja nur einmal im Jahr . . .

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