Handball: Souveräner 34:22-Erfolg für die DJK/VBRS-Damen
So ganz ohne Drama

Coesfeld. Die abgekauten Fingernägel vom Kroatien-Krimi der deutschen Nationalmannschaft am Abend zuvor sollten nicht noch mehr strapaziert werden. Nein, die DJK/VBRS-Handballerinnen schonten das Nervenkostüm der Zuschauer und lieferten lieber entspannte Unterhaltung zur Kaffeezeit am Sonntagnachmittag. „Der Gegner war völlig chancenlos, wir waren in allen Bereichen besser“, fasste Dirk Haverkämper die 60 Minuten treffend zusammen. 34:22 hieß es am Ende gegen die SG Menden Sauerland Wölfe – und plötzlich thronen die Coesfelderinnen an der Tabellenspitze.

Montag, 20.01.2020, 10:57 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 11:00 Uhr
Handball: Souveräner 34:22-Erfolg für die DJK/VBRS-Damen: So ganz ohne Drama
Nicht zu bändigen: Die DJK/VBRS-Handballerinnen, hier Christin Thiery (Mitte), waren von den SG Menden Sauerland Wölfen kaum in den Griff zu bekommen. Foto: Frank Wittenberg

Meckern wollte der Trainer angesichts des deutlichen Sieges gewiss nicht. Und doch beschlich nicht nur ihn das Gefühl, dass es an diesem Nachmittag für die Gäste erheblich schlimmer hätte ausgehen können. „Wenn du so klar führst, fehlen irgendwann die letzten paar Prozentpunkte“, stellte Haverkämper fest. „Wir haben nicht immer konzentriert nach vorne gespielt.“ Im Gefühl des sicheren Sieges gingen die DJK/VBRS-Damen bisweilen gnädig mit den Gästen um.

Entschieden war diese Partie praktisch schon nach einer Viertelstunde. Vier Tore in Folge bescherten die 6:2-Führung (9.), nur fünf Minuten später stand es bereits 10:3 für die Coesfelderinnen. „Das war richtig gut“, lobte der Trainer sein Team. „Wir haben mit hohem Tempo gespielt und sehr aggressiv verteidigt.“ Bis zur 17. Minute nur drei Gegentore, das sagt alles.

Als Lea-Sophie Schneider mit dem 14:4 erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte, passierte das, was Dirk Haverkämper für „völlig normal“ hält: „Natürlich will ein Trainer immer mehr sehen, aber es ist auch verständlich, dass die Mannschaft unbewusst einen Gang rausnimmt.“ So durften die Mendenerinnen bis zur Pause auf 19:11 verkürzen.

Als die Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich offensiver verteidigten und grundsätzlich zwei DJK-Spielerinnen auf den Halbpositionen in eine kurze Deckung nahmen, mussten sich die Coesfelderinnen kurz sortieren. Drei, vier Minuten dauerte es, dann wussten sie, was zu tun war. „Wir hatten dadurch extrem viel Platz“, lächelte Magda Hemker nach der Partie. Das nutzte sie immer wieder aus, auch unterstützt von Britta Reckers und Christin Thiery. „Dabei haben wir allerdings noch zu viele Chancen ausgelassen“, monierte der Trainer, der seinerseits die Gelegenheit nutzte und reichlich durchwechselte.

Denn anbrennen sollte erwartungsgemäß nichts mehr. Über 24:12 (41.) und 28:16 (49.) schraubten die DJK-Damen das Ergebnis auf 31:18, um am Ende über den 34:22-Sieg zu jubeln – für den neuen Spitzenreiter standesgemäß und so ganz ohne Drama. 7 DJK Coesfeld-VBRS – SG menden Sauerland Wölfe 34:22; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Magda Hemker (11/4), Lea Hemker (6), Diana Waning (3), Christin Thiery (3), Britta Reckers (3), Lea-Sophie Schneider (2), Maike Dieker (2/1), Melanie Moersig (2/1), Juliana Hüls (1), Lu Ann Dirks (1).

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