Handball: Platz eins der DJK/VBRS-Damen als schöne Momentaufnahme
Spitzenreiter bleibt auf dem Teppich

Coesfeld. Umschiffen konnte er die Tatsache nicht, auch wenn Dirk Haverkämper sie gerne still und heimlich unter den Teppich gekehrt hätte. Tabellenführer – für den Trainer der DJK/VBRS-Handballerinnen gewiss kein Anlass, ordentlich auf die Pauke zu hauen. „Natürlich freuen wir uns darüber“, stellte er nach dem 34:22-Sieg gegen die SG Menden Sauerland Wölfe fest, mit dem den Coesfelderinnen der Sprung an die Verbandsliga-Spitze gelungen ist. „Aber das ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, wenn auch eine schöne.“ Denn die schweren Spiele kommen noch.

Dienstag, 21.01.2020, 11:21 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 11:30 Uhr
Handball: Platz eins der DJK/VBRS-Damen als schöne Momentaufnahme: Spitzenreiter bleibt auf dem Teppich
Eine der Neuen im Team der DJK/VBRS-Damen, die sich gut eingefügt haben: Kreisläuferin Diana Waning trug mit drei Treffern zum 34:22-Sieg gegen die SG Menden Sauerland Wölfe bei. Foto: Frank Wittenberg

Erstmals seit dem Oberliga-Abstieg vor zweieinhalb Jahren stehen sie ganz oben. Das ist das beste Zeichen für die gute Entwicklung, die diese Mannschaft genommen hat. Gerade auch in dieser Saison, stellt Haverkämper fest: „Damit war vorher sicherlich nicht zu rechnen.“ Denn der Umbruch im vergangenen Sommer war gravierend: Mit Christin Wienecke, Kerstin Böing, Franziska Wilde, Elisa Backeshoff und Steffi Gevers haben fünf Spielerinnen das Team verlassen, hinzu kam in der Vorbereitung der Kreuzbandriss bei Steffi Lappe, der erfahrensten Akteurin. Sechs Kräfte, die nicht mehr zur Verfügung stehen, aufgefangen durch Christin Thiery, Rückkehrerin vom TV Borken, sowie Diana Waning und Melanie Moersig vom Bezirksligisten DHG Ammeloe/Ellewick und Lu Ann Dirks aus der eigenen zweiten Mannschaft.

Folglich war nicht unbedingt zu erwarten, dass der Vizemeister gleich wieder eine so gute Rolle spielen würde. Mit 1:3 Punkten waren die DJK/VBRS-Damen im September in die neue Spielzeit gestartet, seitdem folgten acht Siege und nur eine Niederlage gegen den Lüner SV. „Wir sind sehr zufrieden“, lautet das Statement des Trainers, wenn er auf die Fortschritte angesprochen wird.

Zufrieden zum Beispiel damit, dass sie solche Spiele wie am Sonntag gegen Menden tatsächlich klar dominieren und deutlich gewinnen. Das Wort Meistertitel nimmt er dennoch nicht in den Mund. Weil er nicht im Fokus steht und weil der Weg dorthin noch ebenso lang wie steinig sein wird. Bis auf Menden haben sie alle Kontrahenten noch vor der Brust, das starke Team von Teutonia Riemke sogar doppelt. Am kommenden Samstag (25. 1.) um 17 Uhr steigt das Heimspiel gegen die HSG Hohenlimburg, gegen die sie in der Hinrunde verloren haben. Dann folgt die Partie in Riemke, am 15. Februar kommt Westfalia Kinderhaus nach Coesfeld. „Das geht ganz eng zu in der Tabelle und wird auch so bleiben“, urteilt Dirk Haverkämper mit Blick auf fünf Mannschaften in der Spitzengruppe, die aktuell nur durch vier Minuspunkte getrennt sind. „Da wird auch am Ende keiner mit fünf Punkten Vorsprung rausgehen.“

Vor allem aber setzt der Trainer darauf, dass seine Damen ganz entspannt bleiben, auch wenn sie sich plötzlich in der Rolle des Gejagten wiederfinden. „Ich glaube nicht, dass der erste Platz Einfluss auf uns nimmt“, betont Haverkämper, der den Weg mit vielen jungen Spielerinnen bewusst weitergehen will: „Da dürfen auch Fehler passieren.“

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