Fußball: Michael Buß wird im Sommer Spielertrainer bei Vorwärts Lette
Erfahrung für die jungen Wilden

Lette. Sein Herz schlägt für den FC Schalke 04, und da liegt die Verbindung zum Jahrhundert-Trainer nahe. „Die Null muss stehen“, zitiert Michael Buß den Kult-Niederländer Huub Stevens. Die Null muss stehen – vielleicht nicht immer, aber immer öfter. Dafür will Buß sorgen, wenn er in der kommenden Saison die Verantwortung beim A-Kreisligisten Vorwärts Lette übernimmt. „Wir müssen die Zahl der Gegentore runterdrehen“, sagt der 31-Jährige, der als erfahrener Defensivspezialist auf dem Feld dazu beitragen möchte.

Mittwoch, 29.01.2020, 10:54 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 11:00 Uhr
Fußball: Michael Buß wird im Sommer Spielertrainer bei Vorwärts Lette: Erfahrung für die jungen Wilden
Foto: Sascha Keirat

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Frank Stening und seinem Co-Trainer Sascha Peters war das Anforderungsprofi für Fußball-Abteilungsleiter Micky Richter und Teamleiter Michael Schmitz eindeutig. „Wir wollten gerne einen Spielertrainer verpflichten, der unserer jungen Mannschaft in der Defensive mehr Stabilität gibt“, erklärt Richter. 90 Gegentore waren es am Ende der vergangenen Saison, also exakt drei pro Spiel – ein Schnitt, den sie aktuell mit 56 kassierten Treffern in 18 Partien sogar noch leicht getoppt haben. „Da müssen wir ansetzen“, betont der Abteilungsleiter. „Und die Mannschaft soll den nächsten Schritt machen“, ergänzt Michael Schmitz. Sie wollen in Lette nicht in jedem Jahr um den Klassenerhalt zittern müssen.

Folglich darf Michael Buß im Trainer-Casting als Volltreffer bezeichnet werden. Denn reichlich Erfahrung als Coach und als Defensivspezialist bringt er mit. Zwar habe er früher in den vielen Jahren in seinem Stammverein Adler Weseke meist zentral hinter den Spitzen gespielt, sei aber im Laufe der Zeit weiter nach hinten gerückt. „Als Spielertrainer ist es sowieso besser, die Mannschaft von hinten zu koordinieren“, sagt der 31-Jährige, der von Januar 2015 bis Juni 2017 zweieinhalb Jahre unter Frank Averesch beim SuS Hochmoor gekickt hat. Anschließend übernahm er seinen ersten Trainerposten beim A-Ligisten SV Heek – und der dient als hervorragendes Beispiel für seine künftige Aufgabe in Lette. „Auch das war eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielern unter 25 Jahren“, berichtet er. Und eine, die fortan deutlich weniger Gegentreffer kassiert hat.

Im vergangenen Sommer hat Buß das Traineramt in Heek an Rainer Hackenfort weitergereicht, um unter die Häuslebauer zu wechseln. In Velen entsteht zurzeit das Eigenheim, das in Frühjahr bezugsfertig sein soll. „Während dieser Zeit wollte ich keinen Trainerposten übernehmen, weil dafür einfach nicht genügend Zeit geblieben wäre“, erzählt der Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Rorup. Kicken wollte er selbstverständlich weiterhin und hat sich deshalb dem A-Ligisten SuS Stadtlohn unter seinem schon früheren Coach Franz-Josef „Doc“ Becking angeschlossen.

Die Rückkehr in den Trainerjob war für ihn aber immer beschlossene Sache – und wird im Sommer Realität. Ein paar Gespräche habe er geführt, in Lette habe es ihm am besten gefallen. Michael Buß freut sich auf die Herausforderung, mit vielen jungen Spielern zu arbeiten und auch immer wieder Youngster aus der eigenen A-Jugend einzubauen: „Nur so kann ein solcher Verein überleben.“ Mit vielen jungen Wilden und einem Stabilisator in der Defensive – der dafür sorgen will, dass häufiger die Null steht.

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