Fußball: Ab Sonntag nehmen die Ortsrivalen DJK-VBRS und SG 06 das Titelrennen auf
Zwölf Etappen bis zur Zielflagge

Die Rechnung ist ganz einfach. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, gibt Denis Koopmann das Ziel aus. „Wenn wir das schaffen, sind wir am Ende Meister.“ Auf dem Weg dorthin muss die DJK Coesfeld-VBRS aber noch zwölf Brocken abräumen – und sie haben mit dem Ortsrivalen SG 06 einen bärenstarken Konkurrenten im Nacken. Das Titelrennen in der Kreisliga A geht ab Sonntag in die heiße Phase: Wer geht am 24. Mai als Erster über die Linie?

Freitag, 28.02.2020, 06:52 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 08:22 Uhr
Fußball: Ab Sonntag nehmen die Ortsrivalen DJK-VBRS und SG 06 das Titelrennen auf: Zwölf Etappen bis zur Zielflagge
Foto: az

Alles kann, nichts muss, mit der Marschroute sind die „Blauen“ bislang gut gefahren. Ein „Egal-Gefühl“ will der Trainer jetzt aber nicht mehr zulassen. „Wir wären ja blöd, wenn wir bei dieser Ausgangsposition jetzt sagen würden, wir wollen gar nicht Meister werden“, betont Koopmann. Die Chance ist da, die Chance wollen sie nutzen. „Aber die Welt geht auch nicht unter, wenn wir es nicht schaffen sollten.“

Das sieht Zoui Allali ähnlich. Natürlich wollen sie sich den ersten Platz zurückholen, den sie in der Hinserie so lange inne hatten. „Und wenn wir am Ende Zweiter oder Dritter werden, aber alles gegeben haben, dann ist das so.“

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Allali, der gemeinsam mit Christoph Klaas für die SG 06 verantwortlich zeichnet, ist vor einer Woche zum zweiten Mal Vater geworden: Diesmal hat seine Frau einen Sohn zur Welt gebracht. Das war eine schöne Nachricht – sportlich gab es leider weniger Positives zu berichten. „Die Vorbereitung war alles andere als optimal“, bedauert der Trainer. Viele Verletzte und Urlauber haben zu einer durchwachsenen Trainingsbeteiligung geführt. In den Testspielen habe es zu viele Gegentore gehagelt. „Eigentlich bräuchten wir noch zwei Wochen Vorbereitung“, sagt Allali. Tatsächlich aber warten mit der TSG Dülmen II am Sonntag, Westfalia Osterwick am folgenden Freitag (6. 3.) und SuS Legden am Mittwoch (11. 3.) gleich drei unangenehme Aufgaben in nur elf Tagen.

Dass viel von der Personallage abhängen wird, weiß auch Denis Koopmann, der vor dem Wiederbeginn der Rückrunde durchaus Respekt vor den nächsten Gegnern hat: Sonntag geht es zum Auftakt zur spielstarken Reserve von GW Nottuln, eine Woche später kommt Turo Darfeld ins Sportzentrum West. „Das wird ein echtes Brett.“ Eng wird es bleiben in diesem Titelrennen, da sind sich die Trainer einig. Mit dem Sahnehäubchen, dass es tatsächlich am letzten Spieltag am 24. Mai zum direkten Duell der beiden Ortsrivalen kommt. Wenn es nach dem Geschmack von Denis Koopmann geht, muss dieser Knüller gar keinen Endspiel-Charakter haben: „Wenn wir das schon vorher in der Tasche haben und mit vier Punkten Vorsprung in dieses Derby gehen, hätte ich auch nichts dagegen.“

Das tippen die Trainer der Konkurrenten

Frank Stening (Vorwärts Lette): „Das ist ja wie Lotto spielen – da kann ich mich gar nicht festlegen. Am Ende wird der aufsteigen, der einen Punkt mehr auf dem Konto hat.“

Tobias Paschert (Westfalia Osterwick): „Das wird spannend bis zum Schluss bleiben. Ich persönlich traue der SG 06 den etwas längeren Atem zu, weil der Kader in der Breite sicherlich besser aufgestellt ist.“

Micky Gravermann (Borussia Darup): „Diese beiden Mannschaften liefern sich ein so enges Rennen, dass es schwer zu sagen ist. Ich tippe auf die DJK-VBRS. Wenn es am letzten Spieltag tatsächlich zu diesem Endspiel kommt, wäre das ein absolutes Highlight.“

Marco Streuff (SV Gescher II): „Tendenziell glaube ich, dass es die SG 06 trotz der größeren Defensivprobleme macht. Der größere Kader könnte für sie in den nächsten Wochen den Ausschlag geben. Viele Gegner werden sich auch besser auf die DJK einstellen.“

Markus Lindner (Turo Darfeld): „Ich glaube, dass die DJK Meister wird, auch wenn wir sie nächste Woche schlagen werden. Die Sache bleibt bis zum Ende eng. Spannend wird schon sein, wie die Mannschaften jetzt aus der Winterpause kommen.“

Mario Beeke (SW Holtwick): „Tore schießen sie ja beide jede Menge. Ich gehe aber davon aus, dass es am Ende die SG macht. Ich fand sie gegen uns taktisch sehr stark – und Zoui Allali kennt sich mit solchen Situationen aus.“

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