Handball: Gegentreffer fünf Sekunden vor dem Ende besiegelt Niederlage
DJK/VBRS-Damen fehlt das glückliche Händchen

Coesfeld (fw). Wenn es schon nicht läuft, dann so richtig. Denn dieser Gegentreffer fünf Sekunden vor Schluss, der die vierte Niederlage in den jüngsten fünf Spielen besiegelte, bescherte den nächsten bitteren Nackenschlag. „Das passt ins Bild“, schüttelte Dirk Haverkämper nach dem 29:30 seiner DJK/VBRS-Handballerinnen beim Kellerkind TuS Bommern den Kopf. „Es läuft nicht, aber damit müssen wir zurechtkommen.“

Montag, 09.03.2020, 11:04 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 11:30 Uhr
Handball: Gegentreffer fünf Sekunden vor dem Ende besiegelt Niederlage: DJK/VBRS-Damen fehlt das glückliche Händchen
Sieben Tore warf Magda Hemker in Bommern, aber das reichte den DJK/VBRS-Damen nicht zum Punktgewinn. Foto: Frank Wittenberg

Bezeichnend für diesen unglücklichen Showdown erschien dem Trainer die Entstehung. Denn eigentlich hätten die Coesfelderinnen Sekunden zuvor die Großchance zum Führungstreffer bekommen müssen, stellte er fest. „Britta Reckers wird beim Wurf klar in den Arm gegriffen“, berichtete er. „Aus meiner Sicht hätte das Siebenmeter für uns und eine Zeitstrafe für Bommern geben müssen.“ Die Schiedsrichter werteten diese Situation aber anders, ließen laufen und ermöglichten Bommern den letzten Angriff, bei dem aus einem Freiwurf tatsächlich der entscheidende Treffer resultierte.

Allein nur an dieser Szene ließ sich die Niederlage aber nicht festmachen, dessen war sich Haverkämper bewusst. Denn erneut war es seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht gelungen, defensiv stabil zu stehen: „Wir haben wieder keinen Zugriff auf den Gegner bekommen und nicht gut verteidigt.“ Vorne ließen die DJK-Damen zwar einige Chancen aus, machten aber regelmäßig ihre Tore – was der TuS Bommern aber immer wieder mit eigenen Treffer beantwortete. So lagen die Coesfelderinnen 1:4 (4.) und 3:7 (9.) zurück, arbeiteten sich dann aber auf 9:10 (16.) heran. Auch beim 13:14 in der 24. Minute schnupperten sie daran, die Partie zu drehen. „Wir haben den Gegner aber immer wieder mit eigenen Fehlern stark gemacht“, kommentierte der Trainer den 15:18-Rückstand zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den DJK-Damen endlich, die eigene Deckung zu stabilisieren, auch dank einer starken Maike Kreikenberg zwischen den Pfosten. Folglich schafften sie beim 23:23 durch Britta Reckers in der 39. Minute erstmals den Ausgleich und zogen neun Minuten später mit dem 25:24 durch Diana Waning sogar in Führung. „In der Phase haben wir es in der Hand, nutzen aber die Chancen nicht“, hoffte Dirk Haverkämper vergeblich auf die Wende. „Wir lassen bestimmt fünf bis sechs klare Dinger aus – und dann kommt es, wie es kommt.“ Zwar gelang nach dem 26:28 noch einmal der Ausgleich zum 28:28 und 29:29, dann aber folgte das bittere Ende mit dem 14. Tor in diesem Spiel von Josefine Bernstein zum 29:30-Endstand.

Was bleibt, ist die verhalten positive Erkenntnis, dass die Abwehr zumindest in der zweiten Halbzeit wieder besser stand. Das müssen sie mitnehmen in das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag (15. 3.) um 17 Uhr gegen den HSC Haltern-Sythen. Dann wollen sie das Glück wieder erzwingen, das ihnen abhanden gekommen ist, stellt Dirk Haverkämper fest: „In der Hinrunde haben wir solche engen Spiele wie in Bommern gewonnen.“ Jetzt leider nicht. 7 TuS Bommern – DJK Coesfeld-VBRS 30:29; Maike Kreikenberg (im Tor), Juliana Hüls (9/3), Magda Hemker (7/2), Diana Waning (4), Lea-Sophie Schneider (3), Britta Reckers (2), Maike Dieker (2), Lea Baikowski (2), Christin Thiery, Lu Ann Dirks.

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