Handball: Den DJK/VBRS-Damen bietet sich eine Aufstiegschance
Oberliga-Ticket liegt bereit

Coesfeld. Plötzlich liegt es da, das Oberliga-Ticket für die Saison 2020/21, und muss nur noch in die Hand genommen werden. Die Quotientenregelung, die der Handballverband Westfalen beschlossen hat, macht es möglich: Die DJK/VBRS-Handballerinnen dürften als Tabellenvierter der Verbandsliga aufsteigen. Ob sie die Chance ergreifen, ist offen. „Wir werden das in den nächsten Tagen klären“, sagt Trainer Dirk Haverkämper. „Das werden wir zunächst innerhalb der Mannschaft abfragen und natürlich auch mit dem Abteilungsvorstand intensiv besprechen.“

Dienstag, 21.04.2020, 06:55 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 07:00 Uhr
Handball: Den DJK/VBRS-Damen bietet sich eine Aufstiegschance: Oberliga-Ticket liegt bereit
Glückwunsch an Westfalia Kinderhaus – das Team steht als „Corona-Meister“ und Aufsteiger in die Oberliga fest. Maike Dieker (2. von rechts) und die DJK-Damen könnten per Wildcard als Vierter nachrücken. Foto: Frank Wittenberg

Fakt ist: In dieser Saison wird kein Handball mehr gespielt. Um aber die bisher absolvierten Partien so gerecht wie möglich werten zu können, hat sich der Handballverband für eine Abschlusstabelle nach einem Quotientenverfahren entschieden, in der alle bis zum 12. März ausgetragenen Spiele gewertet werden (weiterer Bericht auf dieser Seite). Die Teams auf den Aufstiegsplätzen gehen rauf – und Vereine, bei denen noch eine „mögliche Wahrscheinlichkeit“ besteht, dass sie auf sportlichem Weg einen Aufstiegsplatz erreichen würden, erhalten eine Wildcard, die sie ebenfalls zum Aufstieg berechtigt.

Dazu zählen auch die DJK-Damen. „Ich finde diese Regelung fair, nachvollziehbar und logisch“, urteilt Dirk Haverkämper. Ob sie ihre Wildcard aber in Anspruch nehmen, steht noch in den Sternen. „In der ersten Saisonhälfte haben wir gezeigt, dass wir ganz oben mitspielen können“, erklärt der Trainer. „Nach der Winterpause haben wir aber Probleme bekommen, als der Kader kleiner wurde.“ Das alles müsse berücksichtigt werden – spätestens bis zum 20. Mai sollen sich die Spielerinnen und Verantwortlichen entscheiden.

Grundsätzlich hält Haverkämper die Entscheidung des Handballverbandes für eine gute Alternative. Was für Auswirkungen das letztlich haben werde, müsse sich aber zeigen. „Das kann natürlich dazu führen, dass wir in der nächsten Saison einige sehr große Ligen haben“, sagt er mit Blick auf die Oberliga, in die allein aus der Verbandsliga-Staffel 2 neben Meister Westfalia Kinderhaus und den Coesfelderinnen auch Teutonia Bochum-Riemke, der Lüner SV und die HSG Schwerte-Westhofen aufsteigen dürften. Aus der Verbandsliga 1 kämen Meister HSG Petershagen/Lahde sowie per Wildcard TuS Brockhagen und TuS Bielefeld/Jöllenbeck hinzu. In der Oberliga selbst gibt es keine Absteiger und nur PSV Recklinghausen als Aufsteiger – somit könnte die Klasse im extremsten Fall von derzeit 14 auf 21 Teams wachsen. „Dann würde wohl eine zweite Staffel eingerichtet werden“, hat sich Haverkämper informiert. „Sonst wäre das nicht zu spielen.“

Alles noch Theorie. Sicher ist: Meisterschaftsspiele wird es mindestens bis September nicht mehr geben. Wenn aber die Corona-Regelungen wieder ein Training möglich machen würden, dann wäre die Begeisterung bei der DJK-VBRS groß. „Wir würden wieder loslegen, sicherlich schon mit Fokus auf die neue Saison“, erklärt Dirk Haverkämper. „Alle wollen sich wiedersehen und gemeinsam Sport treiben, wenn das überstanden ist.“ | Kommentar

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