Vorschlag: Beide Coesfelder Clubs DJK-VBRS und SG 06 dürfen aufsteigen
Derby künftig in der Bezirksliga

Coesfeld. Das Gefühl kann er nur ganz schwer einordnen. „So richtig emotional ist das jetzt nicht“, zuckt Denis Koopmann mit den Schultern, als er von der Empfehlung des FLVW hört: Seine DJK Coesfeld-VBRS darf in die Bezirksliga aufsteigen – und im Gleichschritt der Ortsrivale SG 06. Denn im Zuge der abgebrochenen Saison sollen sowohl der aktuelle Spitzenreiter (DJK) als auch der Herbstmeister (SG) das Ticket bekommen – was SG-Trainer Zoui Allali für gerecht hält: „Beide Mannschaften haben es verdient.“

Donnerstag, 07.05.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 11:30 Uhr
Vorschlag: Beide Coesfelder Clubs DJK-VBRS und SG 06 dürfen aufsteigen: Derby künftig in der Bezirksliga
Wiedersehen in der Bezirksliga: Marc Lowak (links) und die SG 06 sowie Cedric Pollmeier und die DJK-VBRS dürfen aufsteigen – so sieht es der Vorschlag des FLVW-Präsidiums aus. Foto: Frank Wittenberg

Allali, der ausdrücklich einen Glückwunsch an die DJK-VBRS richtet, macht kein Geheimnis daraus, dass er eine Wertung nach der Hinrunde immer für die bessere Lösung gehalten hat. „So hat jeder einmal gegen jeden gespielt, das gibt eine bessere Vergleichbarkeit“, erklärt der Trainer, der zugleich bedauert, dass etliche Verantwortliche aus der Liga das anders gesehen hätten. „So hat es der Verband aber geschafft, es vielen recht zu machen.“ Auf sportlichem Weg wäre dieser Aufstieg noch schöner gewesen, da ist er sich mit seinem Trainerkollegen Christoph Klaas absolut einig. „Aber wir nehmen es auch so“, betont Klaas. „Das ist schön für die Jungs, denn sie haben hart dafür gearbeitet.“

Als Lohn für die gute Arbeit nimmt auch Denis Koopmann den Aufstieg an. Er übergibt nun an seine Nachfolger Claus Heinze und Karsten Erwig eine Bezirksliga-Mannschaft – womit im Vorfeld wohl niemand gerechnet hätte. „Natürlich hatten wir ein anderes Saisonziel“, verweist er auf den Neuaufbau nach dem freiwilligen Rückzug in die A-Liga. „Aber mir war immer klar, dass wir über eine sehr gute Mannschaft verfügen.“

Als „ein bisschen seltsam“ empfindet Koopmann die Tatsache, dass plötzlich zur Wertung doch die Tordifferenz herangezogen wird, die eigentlich in der Kreisliga nicht zählt. „So eine nachträgliche Regeländerung ist komisch.“ Grundsätzlich hätte sich der DJK-Trainer für eine schnelle Entscheidung mit Annullierung ausgesprochen – „eine Wertung nur nach der Hinrunde wäre aber überhaupt nicht in Ordnung gewesen.“ Letztlich sei der Bezirksliga-Aufstieg nun die Bestätigung für die gute Arbeit, die sein Team über 20 Saisonspiele geleistet habe.

Das große Saisonfinale zwischen den beiden Ortsrivalen, den spektakulären Showdown am letzten Spieltag, den gibt es nun nicht. „Das holen wir jetzt doppelt in der Bezirksliga nach“, freut sich Christoph Klaas auf die künftigen Duelle in der höheren Liga. „Da wird die Hütte brennen!“

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