Volleyball: Reserve blickt auf tolle Saison zurück
SG lässt Taten sprechen: Künftig wieder Landesligist

Coesfeld (fw). Der Ankündigung folgten Taten. „Wir steigen wieder zusammen auf“, hatte Henning Heuermann seinem Vater Bernhard vor der Saison versichert. Keine großen Töne, sondern schlicht Realität: Das Spieler-Trainer-Gespann packte an, konnte sich beim Unternehmen Meisterschaft auf ein tolles Team verlassen und war auf dem Weg zum Titel sogar schneller als das Corona-Virus: Schon vor dem Lockdown stand Platz eins für die zweite Volleyballmannschaft der SG Coesfeld 06 fest. Jetzt richtet sich der Blick auf die neue Spielzeit in der Landesliga.

Mittwoch, 20.05.2020, 07:05 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 07:10 Uhr
Volleyball: Reserve blickt auf tolle Saison zurück: SG lässt Taten sprechen: Künftig wieder Landesligist
Künftig Landesligist: Souverän mit lediglich drei Satzverlusten hat sich die zweite Volleyball-Herrenmannschaft der SG Coesfeld 06 den Meistertitel in der Bezirksliga gesichert. Foto: Archiv

Aus der waren sie zwei Jahre zuvor abgestiegen. „Damals als Spielgemeinschaft mit Saxonia Münster“, erinnert sich Bernhard Heuermann. In der Bezirksliga war ein Neuaufbau angesagt, und das zunächst mit sehr dünner Personaldecke. Unter den Umständen belegte die SG-Reserve in Jahr eins einen guten Mittelfeldplatz und hatte sich zum Ziel gesetzt, in der Saison 2019/20 richtig anzugreifen. „Der Kader war plötzlich deutlich größer“, sagt der Trainer mit Blick auf 18 Spieler – darunter einige Kandidaten mit höherklassiger Erfahrung: Henning Heuermann kehrte aus der ersten Mannschaft zurück, dazu kam neben Thomas Külper auch Florian Hollermann, der zuvor beim Verbandsligisten BW Aasee aktiv war. Zudem erhöhten Akteure aus eigenen Reihen wie Marian Rick oder Paul Schmitz die Qualität deutlich.

Das zeigte sich schnell in der Saison, auch wenn sie durch die Zusammenlegung von zwei Staffeln die Konkurrenz nur schwer einschätzen konnten. Nach zwei 3:0-Siegen zum Auftakt mussten die Coesfelder am dritten Spieltag mächtig kämpfen, um einen 3:2-Sieg beim USC Münster II einzufahren – aber spätestens jetzt waren sie auf Kurs. „Danach haben wir in der gesamten Saison nur noch einen einzigen Satz abgegeben“, staunt selbst Volleyball-Urgestein Bernhard Heuermann über den Lauf, der lediglich bei diesem 3:1 gegen die SG Everswinkel-Sendenhorst eine Mini-Delle verpasst bekam. „Auch das Rückspiel gegen USC Münster haben wir klar mit 3:0 gewonnen.“ Bereits am viertletzten Spieltag stand der Meistertitel fest.

Dann kam Corona, und damit die Frage, ob um den restlos verdienten Aufstieg doch noch gezittert werden muss. „Wir wussten ja zunächst nicht, ob die Saison gewertet oder annulliert wird“, erzählt der Trainer. Als der Westdeutsche Volleyball-Verband (WVV) schließlich mitteilte, dass alle zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs feststehenden Entscheidungen auch so gewertet werden, war klar: Die SG-Reserve ist künftig wieder Landesligist!

Und das habe sich die Truppe in zweierlei Hinsicht verdient, betont Bernhard Heuermann. Wegen der spielerischen Qualität, logisch, „aber auch, weil die Jungs untereinander ein so tolles Verhältnis haben.“ Wenn mal für einzelne Spieler kein Platz im Kader gewesen sei – kein Problem. Ebenso wenig wie Spielern aus der ersten Mannschaft im Aufbautraining wie Henri Lammerding Einsätze zu gönnen oder auch den Youngsters aus dem eigenen Jugendbereich erste Erfahrungen zu geben. „Die Mischung aus Spaß und Ehrgeiz passte einfach perfekt.“

Genau das soll auch in der Landesliga als Erfolgsrezept funktionieren. „Der Kader bleibt unverändert zusammen“, freut sich Bernhard Heuermann, der in der Trainingsarbeit zudem tatkräftige Unterstützung von Florian Hollermann erhält. Mit dem Abstiegskampf wollen die SG’ler jedenfalls nichts zu tun haben: „Wir wollen einen guten Mittelfeldplatz holen.“

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