Beachvolleyball: Im Sportzentrum Süd darf wieder gebaggert werden
Endlich Sand unter den Füßen

Coesfeld. Sand in der Hose und zwischen den Zehen gehört gewiss nicht in jeder Lage zu den notwendigen Dingen des Lebens. Jetzt aber fühlt es sich einfach großartig an, lacht Philipp Heuermann. Sich im „Sandkasten“ nach dem Ball zu strecken, dabei auch die Teamkollegen wiederzusehen, das genießen sie mehr denn je. „Ein Stück Normalität mehr“, stellt der Abteilungsleiter der SG-Volleyballer fest. „Das tut richtig gut!“ Umso glücklicher sind die Aktiven, die Beachfelder im Sportzentrum Süd wieder nutzen und die Bälle schmettern zu dürfen.

Donnerstag, 21.05.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 21.05.2020, 11:00 Uhr
Beachvolleyball: Im Sportzentrum Süd darf wieder gebaggert werden: Endlich Sand unter den Füßen
Konzentriert: Sebastian Förster und Co. dürfen wieder trainieren – unter Einhaltung der Abstandsregeln. Foto: az

Ein Stück Normalität, wenn auch sicher noch weit entfernt vom gewohnten Ablauf. Beachvolleyball mit Abstandsregeln, das klingt zunächst seltsam. „Wir bekommen das hin“, versichert Heuermann. Maximal zehn Spieler gleichzeitig dürfen sich auf der Anlage aufhalten, auf der das mittlere Feld bewusst nicht bespielt wird. Ballaktionen sind tatsächlich nur mit zwei Aktiven auf jeder Seite gestattet. „Keine Aufschläge in die Mitte, keine direkten Aktionen am Block“, listet er weitere Corona-Vorgaben des Deutschen Volleyball-Verbandes auf, die auch auf der Anlage aushängen. Das wirkt alles etwas komisch, aber sie sind einfach froh, überhaupt schon wieder im Sand baggern zu können.

Und das haben die SG’ler nach den Corona-Lockerungen schnell umgesetzt. „Seit dieser Woche ist unsere Anlage von montags bis samstags wieder komplett belegt“, berichtet der Abteilungsleiter. Nach klaren Einteilungen, um zu große Gruppe zu vermeiden. Der Trainingsbetrieb der Teams läuft unter freiem Himmel wieder an, aber natürlich nicht in kompletter Stärke, sondern gesplittet. „Wir schätzen uns glücklich, dass wir als Ballsportart wieder einsteigen dürfen“, betont er. Wenn alles so bleibt und nicht neue Verbote notwendig werden, sind die Volleyballer gut davongekommen. „Natürlich tun uns die beiden Heimspiele richtig weh, die wir wegen des Saisonabbruchs nicht mehr austragen durften“, gibt Philipp Heuermann zu. Ansonsten aber sei der Großteil des Lockdowns in die ohnehin spielfreie Zeit gefallen.

Wann es wieder auf die richtig große Bühne geht, ist noch offen. Am vergangenen Wochenende hätte im Sportzentrum Süd der Sparkassen Beach-Cup stattgefunden – den hat die SG 06 nach Absprache mit dem Verband in den August verlegt. „Und wir sind optimistisch, dass wir das Turnier dann tatsächlich durchführen können“, blickt Heuermann voraus. Unter welchen Auflagen, ob mit oder ohne Zuschauer, das müsse sich alles noch zeigen. Viele Genehmigungen seien erforderlich, darauf stellen sie sich ein. Immerhin sei schon zeitnah die Aufhebung weiterer Kontaktbeschränkungen im Sport angekündigt. „Möglicherweise sind schon ab dem 31. Mai wieder Spiele unter Wettkampfbedingungen machbar.“

Das würde den SG-Volleyballern die Chance bieten, schon deutlich vor dem geplanten Start der neuen Regionalliga-Hallensaison im September wieder richtig anpacken zu können. Einige Duos wollen im Sand unterwegs sein, allen voran Thomas Wittkowski und Erik Kerp, die sich als Fernziel die Westdeutschen Meisterschaften gesteckt haben. Nicht nur ihnen komme die Rückkehr in den Trainingsbetrieb sehr entgegen, lächelt Philipp Heuermann: „Wir gehen mit großen Schritten zur Normalität zurück.“

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