Fußball: Karsten Erwig und Claus Heinze starten mit der DJK-VBRS in die Vorbereitung
Der Aufsteiger packt wieder an

Coesfeld. Wann es losgeht, gegen wen sie sich beweisen müssen – alles noch offene Fragen. Aber sie wollen gut vorbereitet sein, wenn der offizielle Spielbetrieb wieder startet. „Eine konkrete Planung ist noch schwierig“, gibt Claus Heinze zu. Seit einer Woche bringt er gemeinsam mit Karsten Erwig den Aufsteiger DJK Coesfeld-VBRS auf Trab, denn die Rückkehr in die Bezirksliga soll kein kurzes Intermezzo sein: „Wir wollen uns in der Liga etablieren.“

Montag, 13.07.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 07:50 Uhr
Fußball: Karsten Erwig und Claus Heinze starten mit der DJK-VBRS in die Vorbereitung: Der Aufsteiger packt wieder an
Das Trainer-Duo mit den Neuen im Kader der DJK Coesfeld-VBRS: (hinten von links) Trainer Karsten Erwig, Justin Weiner, Trainer Claus Heinze; vorne von links: Xavier Sachweh, Fabian Tschiskale und Adrian Koschany. Foto: Frank Wittenberg

Dafür muss gearbeitet werden, auch gestern Nachmittag. Die Corona-Pause war lang genug, findet das neue Trainer-Duo. Seit den ersten Lockerungen hatte Denis Koopmann noch zwei Einheiten in der Woche angeboten, dann durften die Jungs exakt eine Woche durchschnaufen. „Jetzt werden wir vorerst drei Mal in der Woche trainieren“, kündigt Erwig an. So lange, bis der Termin für den Saisonstart, der wahrscheinlich irgendwo zwischen Anfang und Mitte September liegen wird, tatsächlich fix ist. „Dann werden wir natürlich hochfahren und die Vorbereitung intensiver gestalten.“ Wobei die Mannschaft sicherlich davon profitieren werde, dass sie schon jetzt ordentlich in Bewegung sei.

24 Spieler inklusive drei Torhüter umfasst der Kader, mit dem die DJK-VBRS in die kommende Saison gehen wird. Vier junge Spieler zählen neu dazu: Fabian Tschiskale kommt vom SV Gescher II, Xavier Sachweh hat zuletzt in der Jugend des TuS Haltern gespielt. Aus dem eigenen Talentschuppen stoßen Adrian Koschany und Justin Weiner zum Team. Allesamt Kicker, die sich noch entwickeln können und müssen. Die Zeit dazu sollen sie bekommen, erklärt Claus Heinze: „Der Vorteil ist, dass das erfolgreiche Team aus der vergangenen Saison so zusammengeblieben ist.“ Für die nötige Routine können die beiden Trainer selbst sorgen, die mit ihren 32 Jahren reichlich Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen. Das Augenmerk liege nicht darauf, grundsätzlich selbst auf dem Feld zu stehen, sagt Heinze mit einem Augenzwinkern: „Wenn es Zeit wird, stehen wir aber bereit.“ An der Motivation wird es beim neuen Trainer-Duo gewiss nicht fehlen.

Eine lange Eingewöhnungszeit in ihre neue Rolle erwarten sie ebenfalls nicht. Beide kennen den Verein, haben schon mehrere Jahre im Sportzentrum West gekickt – Karsten Erwig von 2011 bis Ende 2014, Claus Heinze seit 2012. Letzterer hat nun beruflich ein Jahr in den USA verbracht und in Williamsburg/Virginia gearbeitet. An der Fitness soll es nicht scheitern: „Ich habe regelmäßig für mich etwas getan und auch in einer Collegemannschaft gespielt.“ Jetzt ist er zurück in der Heimat – und bildet ein Trainer-Duo mit einem langjährigen Kumpel: Heinze und Erwig haben bereits zusammen das Abitur abgelegt, gemeinsam haben sie bei Westfalia Gemen gekickt, anschließend lotste Erwig seinen Kollegen aus Stadtlohn zur DJK-VBRS. „Großartig zusammenfinden müssen wir jedenfalls nicht“, sagt der Rekener.

Als sie im Februar gegenüber den Abteilungsleiter Christian Lechtenberg und dem Sportlichen Leiter Hendrik Schemmer ihre Zusage gegeben hatten, war weder klar, in welcher Liga sie 2020/21 unterwegs sein würden, noch waren die Folgen der Corona-Pandemie absehbar. „Das hatten sich alle anders vorgestellt, aber wir machen das Beste daraus“, betont Claus Heinze. Im Training kehren sie schon ein Stück weit zur Normalität zurück, am kommenden Sonntag (19. 7.) werden sie zum ersten Mal seit März auch wieder das Gefühl eines „echten“ Fußballspiels verspüren: Dann steht das erste Testspiel beim A-Liga-Aufsteiger DJK Rödder auf dem Programm. Auch das sei wichtig, nicht nur um wieder Wettkampf zu erfahren, lächelt Karsten Erwig: „Wir wollen nicht nur trainieren, die Jungs brauchen auch die Abwechslung.“

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