SC Coesfeld war monatelang auf dem Trockenen
Schwimmer weiter in der Warteschleife

Coesfeld. Dass das 24-Stunden-Schwimmen um den Sparkassen-Cup Mitte Januar das letzte große Schwimm-Event für die nächsten Monate darstellte, damit hätte er nie gerechnet. „Das letzte reguläre Training fand am 11. März statt, danach kam durch Corona der plötzliche Cut“, schildert Michael Ernst, Schwimmwart beim SC Coesfeld die damalige Situation. Danach mussten sich die Schwimmer damit begnügen, vorerst auf dem Trockenen zu bleiben. „Seit Ende Mai haben wir als SCC immerhin die Möglichkeit, zweimal die Woche nach dem Badebetrieb das Billerbecker Freibad für unser Training zu nutzen“, freut sich Ernst. Mit von der Partie seien bei den Einheiten knapp 25 Schwimmer, es komme aber ganz oft auch auf das Wetter an. „Mit sechs Bahnen bietet Billerbeck ein großes Bad, da haben alle genügend Platz“, erklärt der Schwimmwart. „Große Einschränkungen gibt es deswegen für uns nicht.“

Donnerstag, 06.08.2020, 05:19 Uhr
SC Coesfeld war monatelang auf dem Trockenen: Schwimmer weiter in der Warteschleife
Noch im Januar konnte das 24-Stunden-Schwimmen stattfinden. Die Coronakrise hat im Laufe des Jahres allerdings auch bei den Schwimmern so einige Events gekostet. Foto: Archiv

Schmerzhaft für ihn sei eine ganz andere Tatsache: „Es ist wirklich schade, dass man viele Schwimmer seit mehreren Monaten nicht mehr gesehen hat“, berichtet Ernst. So seien bei den vorübergehenden Einheiten in Billerbeck eher die älteren, erfahreneren Schwimmer am Start. „Viele Jüngere haben sich seit dem Stop vom offiziellen Trainingsprogramm vorläufig aus dem Vereinsleben zurückgezogen“, erzählt der 56-Jährige. „Besonders bedauerlich ist dabei, dass gerade Acht- und Neunjährige durch die lange Pause einen gewissen Bruch in ihrer Schwimmentwicklung erleben.“

Viele SCC-Mitglieder haben ihn bereits gefragt, wann denn wieder in Coesfeld geschwommen werden könne. „Das CoeBad arbeitet zurzeit an einem passenden Hygienekonzept, bis dahin bleiben wir weiter in Billerbeck“, verrät Ernst. Schlechtreden will er die Alternative in der Domstadt dabei nicht, wie er betont. „Im Gegenteil: Wir sind froh, überhaupt schwimmen zu dürfen und für diese Möglichkeit auch sehr dankbar.“ Dennoch sei die Ungewissheit, wie es in der nächsten Zeit weitergeht, gerade für die restliche Jahresplanung kontraproduktiv. „Es ist zum Beispiel fraglich, ob der Spardabank-Cup, bei dem im November normalerweise Hunderte Schwimmer ins CoeBad kommen, stattfinden kann“, blickt Ernst in die Glaskugel. Immerhin gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: „Wir planen die Teilnahme am Pokalschwimmen in Burgsteinfurt am 29. und 30. August. Die Veranstalter müssen aber noch das Hygienekonzept genehmigt bekommen.“

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