Leichtathletik: Vereinsmeisterschaft bietet den Jüngeren den ersten Wettkampf seit Monaten
Zeiten, Weiten und ganz viel Spaß

Coesfeld. Das Gefühl, sich endlich wieder nach Weiten und Zeiten strecken zu können, sorgte durchweg für gute Laune. „In diesem Jahr hat ja für die Jüngeren bisher nichts stattgefunden“, zuckt Micky Kerkeling mit den Schultern. Kein Heidelauf, kein Schülermehrkampf, keine DJMM, im Oktober auch kein Citylauf – es sind keine einfachen Zeiten für die Leichtathleten. Umso wichtiger war die Entscheidung der LG Coesfeld, zumindest im kleinen Rahmen die Coesfelder Vereinsmeisterschaften auszurichten. „Die Beteiligung gerade in unserer Altersklasse zeigt ja, wie sehr sich alle darauf gefreut haben“, lächelt der Trainer, der gemeinsam mit Alexandra Roters für die Mädchen und Jungen der U 14 verantwortlich ist.

Dienstag, 08.09.2020, 07:15 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 07:20 Uhr
Leichtathletik: Vereinsmeisterschaft bietet den Jüngeren den ersten Wettkampf seit Monaten: Zeiten, Weiten und ganz viel Spaß
15,58 Sekunden über die 110 Meter Hürden und 11,78 Sekunden über 100 Meter: Nicholas Schumacher war flott unterwegs. Fotos: fw Foto: az

Die Vielseitigkeit ist Trumpf, wenn die Nachwuchsathleten zweimal in der Woche ihr zweistündiges Training absolvieren. „30 Kinder sind immer dabei“, freut sich Kerkeling mit Alexandra Roters über die hervorragende Beteiligung. Rund 40 Zwölf- und Dreizehnjährige stehen auf der Liste – und trainiert werden alle Disziplinen, die in dieser Altersklasse angesagt sind. Denn eine Spezialisierung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht angesagt. „Natürlich ist bei vielen schon zu sehen, in welche Richtung es später gehen könnte“, sagt der Trainer. Aber im Fokus stehen bewusst noch der Spaß und das Interesse an der Abwechslung. Mit den großen Meisterschaften, erklärt Kerkeling, gehe es erst in der U 16 los: „Wir legen dafür die Basis.“

An der Erfahrung des Übungsleiters sollte es nicht scheitern. 1976 hat er selbst mit der Leichtathletik in der DJK begonnen, seit mittlerweile 33 Jahren ist er als Trainer aktiv – lange Zeit gemeinsam mit Lilli Hartmer-Blome, die im vergangenen Jahr verabschiedet wurde. Seitdem bildet Micky Kerkeling ein Team mit Alexandra Roters: „Das funktioniert hervorragend.“

Auf den ersten Wettkampf des Jahres, der coronabedingt im kleineren Rahmen, unter Einhaltung der Hygienevorschriften und ohne Zuschauer im Stadion Nord über die Bühne gegangen ist, haben sie sich mächtig gefreut. „Sich mal wieder in Zeiten und Weiten messen zu können, ist schon etwas Besonderes“, weiß Kerkling um die lange Durststrecke seiner Schützlinge – die damit aber überhaupt kein Problem hatten, versichert er: „Sie sind untereinander so eng, dass sie sich über jedes Treffen freuen.“ Da reicht schon das Training, es müssen nicht immer Wettkämpfe sein. Denn im Vordergrund steht der Zusammenhalt.

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