Tennis: 30 Jahre nach dem Bau des Heims blickt DJK Vorwärts Lette freudig in die Zukunft
Ohne Feier, aber mit Optimismus

Lette. Auf den runden Geburtstag hätten sie gerne angestoßen. Mit großem Auflauf, mit möglichst vielen Mitgliedern, aber das gestaltet sich schwierig in dem Jahr, in dem die Corona-Pandemie auch den Sport und das gesellschaftliche Miteinander auf den Kopf stellt. 30 Jahre Tennisheim an der Anlage der DJK Vorwärts Lette, das kann aktuell nicht gefeiert werden. Aber die Aktiven wissen zu schätzen, was sie haben – und richten den Blick optimistisch voraus. „Wir erleben wieder einen größeren Zuspruch“, freut sich der stellvertretende Abteilungsleiter Andreas Elsbecker. „Die Mitgliederzahlen steigen.“

Donnerstag, 10.09.2020, 07:15 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 07:50 Uhr
Tennis: 30 Jahre nach dem Bau des Heims blickt DJK Vorwärts Lette freudig in die Zukunft: Ohne Feier, aber mit Optimismus
Freuen sich über ihre Anlage und das schmucke Tennisheim, das schon seit 30 Jahren das Abteilungsleben bereichert: (von links) Andreas Elsbecker, Marianne Füchter, Claudia Böinghoff, Wolfgang Schärf, Jutta Löwe und Christoph Brocks. Foto: Frank Wittenberg

Einen großen Ansturm bewältigen, das mussten die Verantwortlichen in den 80er Jahren, als der Tennis-Boom spätestens mit den Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker gehörig um sich griff. „Das Interesse in Lette war auch schon einige Jahre vorher zu spüren“, erzählt Jugendwartin Claudia Böinghoff. In den Jahren 1983 und 1984 wurden der TV Lette und die Tennisabteilung der DJK Vorwärts auch baulich aktiv. „Inklusive der Tennishalle des TV sind da acht Plätze innerhalb kurzer zeit entstanden“, erinnert sich Christoph Brocks. Trotzdem sei der Andrang kaum zu bewältigen gewesen, ergänzt Claudia Böinghoff: „Zeitweise hatten die beiden Vereine zusammen über 400 Mitglieder.“

Für die DJK Vorwärts, die mittlerweile auch mit den anderen Coesfelder Tennisvereinen kooperiert, bestand folglich die Notwendigkeit, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn auf der Anlage neben dem Sportplatz gab es nur eine Holzhütte ohne echte Umkleiden, in der auch der Ballwagen untergestellt war. Umso wichtiger sei es gewesen, tatsächlich das schmucke Tennisheim zu bekommen, das unter der Bauleitung von Werner Klabunde und Günter Lammers auch mit viel ehrenamtlichem Engagement entstanden ist. Im August 1990 wurde das Heim mit einem Festwochenende unter der Leitung des Vorsitzenden Siegfried Boer und des Abteilungsleiters Ernst Paul sowie einem Schaukampf von zwei Oberliga-Spielern aus Stadtlohn eingeweiht.

30 Jahre später hat das Tennisheim noch immer seinen Platz im Mittelpunkt des Abteilungslebens. Auch wenn das Jubiläumsjahr so ganz anders als gedacht gelaufen ist. „Immerhin durften wir Anfang Mai schon wieder loslegen, weil die Abstände im Tennis gut einzuhalten sind“, berichtet Christoph Brocks. Immer unter Einhaltung der Vorgaben – so sind auch die Vereinsmeisterschaften „auf Distanz“ durchgeführt worden. „Es haben eben nicht wie sonst üblich alle gemeinsam gespielt, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt“, erläutert Sportwartin Jutta Löwe. Die fünf Mannschaften, die sonst am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen, seien allerdings in diesem Jahr nicht gemeldet worden. Die Damen 55, die bereits seit zehn Jahren in der Verbandsliga aktiv sind, hätten gerne teilgenommen: „Es haben sich aber leider keine Gegner gefunden.“

Dafür rückt der Nachwuchs wieder stärker in den Fokus. Ein Schnuppertraining sei mit über 20 Interessenten auf eine tolle Resonanz gestoßen, freut sich Claudia Böinghoff: „Einige von ihnen sind schon fest dabei, es haben sich auch direkt Gruppen gefunden.“ Dieser große Zulauf bringe einen schönen Vorteil mit sich, sagt Andreas Elsbecker: „Dadurch können wir 2021 wieder mit einem festen Trainer arbeiten.“

Überhaupt will die Abteilung in der nahen Zukunft richtig durchstarten. Durch Zuschüsse aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2020“ sollen zwei der drei Plätze auf der Anlage mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden. „Das erleichtert die Nutzung noch mehr“, lächelt Elsbecker, der wie alle weiteren Aktiven darauf setzt, dass dann auch das Tennisheim wieder voll genutzt werden darf. Denn die Pflege der Geselligkeit, nach den Matches auch mit den Gegnern, zeichne den Tennissport einfach aus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7575096?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947787%2F947821%2F
Nachrichten-Ticker