3. Spieltag
Zwei Joker-Tore: Mainz feiert späten Sieg gegen Augsburg

Dank später Joker-Tore feiert der FSV Mainz 05 einen umjubelten Sieg gegen den FC Augsburg. Nach dem Fast-Abstieg im Vorjahr stehen die ungeschlagenen Rheinhessen mit sieben Punkten aus drei Spielen glänzend da.

Samstag, 15.09.2018, 19:14 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 19:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 19:14 Uhr
Der Mainzer Kunde Malong (l) im Zweikampf mit Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw.
Der Mainzer Kunde Malong (l) im Zweikampf mit Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw. Foto: Hasan Bratic

Mainz (dpa) - Minuten nach dem Abpfiff genossen die glücklichen Profis des FSV Mainz 05 mit ihren euphorisierten Fans immer noch den späten 2:1 (0:0)-Sieg gegen den FC Augsburg.

Nach dem Erfolg des Willens und der Leidenschaft setzten sich die Rheinhessen vorerst in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga fest. Die eingewechselten Anthony Ujah (87. Minute) und Alexandru Maxim (90.+3) drehten vor 21.105 Zuschauern die Partie nach dem Rückstand durch Dong Won Ji (82.), der sich beim anschließenden Torjubel verletzte. Während Augsburg die erste Saison-Niederlage kassierte, bleiben die ungeschlagenen Mainzer mit sieben Punkten oben dran.

«Was die Mannschaft nach dem Rückstand gemacht hat, war herausragend. Es fühlt sich sehr gut an, solch einen Sieg zu feiern», sagte FSV-Trainer Sandro Schwarz. Sein Kollege Manuel Baum war dagegen frustriert: «Es ärgert mich massiv, dass wir das Spiel noch aus der Hand gegeben haben.»

Die durch etliche Ausfälle personell ohnehin geplagten Hausherren mussten kurzfristig auf Abwehrchef Stefan Bell verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Für ihn kam Niko Bungert erstmals seit über einem Jahr in der Liga zum Einsatz, der für den Kapitän eine Viertelstunde vor Schluss wegen einer Wadenverletzung vorzeitig endete. Zudem saß Mittelfeldspieler Maxim zunächst nur auf der Bank, für ihn durfte Jonathan Burkardt erstmals in der Bundesliga ran.

Die Gäste bejubelten schon nach acht Minuten die Führung - jedoch zu früh. Nach einem Hinweis des Video-Assistenten verwehrte Schiedsrichter Martin Petersen dem Treffer von Michael Gregoritsch nachträglich die Anerkennung, weil der Schütze im Abseits gestanden hatte.

Mainz tat sich im Spiel nach vorne zunächst schwer und kam erst in der 22. Minute zur ersten Chance. Der völlig frei stehende Robin Quaison köpfte den Ball jedoch über das Tor. Dem Schweden bot sich nach einer halben Stunde dann die größte Möglichkeit im ersten Durchgang, doch er scheiterte an FCA-Torwart Fabian Giefer.

Die Hausherren waren nun richtig drin in der Partie, ließen aber vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen. Als Rekordeinkauf Jean-Philippe Mateta den Ball in der Nachspielzeit dann doch über die Linie brachte, wurde der Treffer wegen eines vorangegangen Foulspiels des Stürmers nicht gegeben.

In den zweiten Durchgang starteten beide Teams etwas verhaltener. Erst nach einer Stunde wurde es wieder gefährlich, als 05-Torwart Florian Müller einen Kopfball des Ex-Mainzers Ja-Cheol Koo glänzend parierte.

Danach wurde es lebhafter und in der Schlussphase sogar turbulent, als Ujah und Maxim die Partie noch drehten. FCA-Trainer Baum gab dem Schiedsrichter eine Mitschuld am Mainzer Siegtor, bei dem die Gäste nur zu Zehnt waren, weil Abwehrspieler Martin Hinteregger nach einer Behandlung nicht aufs Feld zurückgelassen worden war. «Der Schiedsrichter hat mir gesagt, er hat es vergessen», berichtete Baum.

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