3:0 gegen Nürnberg
FC Bayern lockerer Derby-Sieger - Lewandowski-Doppelpack

Der FC Bayern und Doppeltorschütze Lewandowski freuen sich über einen überzeugenden Erfolg gegen einen ganz schwachen Gegner. Nürnberg ist mit dem 0:3 bestens bedient. Am Mittwoch wartet eine schwierigere Mission auf die Münchner.

Samstag, 08.12.2018, 18:57 Uhr aktualisiert: 08.12.2018, 19:00 Uhr
Robert Lewandowski erzielte das 1:0 für den FC Bayern in der 9. Minute.
Robert Lewandowski erzielte das 1:0 für den FC Bayern in der 9. Minute. Foto: Sven Hoppe

München (dpa) - Niko Kovac und seine neue Stammelf konnten sich gelöst auf die teaminterne Weihnachtsfeier freuen.

Mit dem 3:0 (2:0) gegen einen erstliga-untauglichen 1. FC Nürnberg hatte der FC Bayern am Samstag vor der Abendveranstaltung in Münchens City seine Misere nach drei Monaten ohne Heimerfolg in der Fußball-Bundesliga beendet. «Wir haben Weihnachtsfeier, haben ein Spiel gewonnen, deswegen können wir mal ein bisschen entspannen», verkündete Sportdirektor Hasan Salihamidzic, bevor er zufrieden die Allianz Arena verließ.

Der zweimal erfolgreiche Robert Lewandowski (9./27. Minute) und Franck Ribéry (57.) erzielten vor 75.000 Zuschauern die Tore für die klar überlegenen Bayern, die erstmals seit September in der Liga wieder ohne Gegentor blieben. Die Münchner holten Schwung für das Champions-League-Duell am kommenden Mittwoch bei Ajax Amsterdam, gegen das es um den Gruppensieg geht. «Positive Ergebnisse sind immer wichtig für jeden Sportler», sagte Kovac.

Bei der Bundesligajagd auf den weiter neun Punkte enteilten Spitzenreiter Borussia Dortmund bejubelten Kovac & Co. nicht nur wieder drei Punkte, sondern konnten auch mit der Leistung zufrieden sein. Mehr Harmonie, ein flüssigeres Kombinationsspiel und eine klarere Aufgabenverteilung im Münchner Spiel sorgten auch für freundliche Gesichter bei Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß auf der Ehrentribüne.

Das Rotationsende taugt dem Münchner Ensemble sichtlich, die Automatismen kehren zurück. «Es ist gut, einen Rhythmus zu bekommen, wenn man alle drei Tage auf dem Platz steht», sagte Nationalspieler Joshua Kimmich. «Aber es geht nach dem Leistungsprinzip.» Einen «Freifahrtsschein» gebe es für keinen, bemerkte Kimmich.

Gäste-Trainer Michael Köllner hatte vor dem Duell beim großen Freistaat-Nachbarn die Lotto-Wahrscheinlichkeit für einen Überraschungserfolg bemüht, aber die Franken kamen mit einem Tippschein ohne Kreuzchen. Der «Club» stand tief, agierte ohne Kapitän Hanno Behrens mutlos und in den Zweikämpfen mit respektvollem Sicherheitsabstand. «Ich hätte mir etwas mehr Körperlichkeit gewünscht», sagte Sportvorstand Andreas Bornemann.

Die Bayern konnten nach Belieben schalten und walten. Die FCN-Angriffe verpufften meist nach den ersten Ballkontakten. Nach dem 0:7 in Dortmund und dem 0:6 in Leipzig konnten die Nürnberger froh sein, dass es nicht wieder ganz schlimm endete. «Das ist heute nicht passiert. Aber trotzdem schmeckt es nicht gut, wenn man 0:3 verliert», sagte Abwehrspieler Georg Margreitter.

Nach einem Eckball von Kimmich ließ sich der zögerliche Nürnberger Torhüter Fabian Bredlow beim Kopfball von Lewandowski übertölpeln. Bei Saisontor Nummer neun staubte Lewandowski nach einem Lattenknaller von Leon Goretzka ab. Die mangelnde Chancenverwertung war das Einzige, was sich die Münchner vorwerfen mussten. Den Schlusspunkt setzte Ribéry, als er nach einem abgewehrten Schussversuch von Serge Gnabry das 3:0 erzielte.

Nürnberg ging es nur um Schadensbegrenzung. «Wir haben nicht unser Spiel auf den Platz gebracht, wie wir uns das vorstellen. Mit Mut, Entschlossenheit und einer gewissen Zweikampfwucht», stellte Köllner fest. Am Freitag gegen Wolfsburg muss sein Team anders auftreten.

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