22. Spieltag
Abstiegskandidaten Stuttgart und Hannover verlieren

Der Hitzlsperger-Effekt bleibt aus. Stuttgart verliert auch gegen Leipzig und befindet sich als Tabellen-16. weiter in akuter Not. Nicht besser steht es um Hannover, das in Hoffenheim 0:3 untergeht. Wolfsburg springt dagegen auf einen Europacup-Platz.

Samstag, 16.02.2019, 20:37 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 20:40 Uhr
Leipzigs Spieler freuen sich über den Sieg beim VfB Stuttgart.
Leipzigs Spieler freuen sich über den Sieg beim VfB Stuttgart. Foto: Sebastian Gollnow

Berlin (dpa) - Auch nach der Installierung des neuen Sportvorstands Thomas Hitzlsperger steckt der VfB Stuttgart weiter in der Krise.

Die Schwaben verloren gegen Champions-League-Anwärter RB Leipzig 1:3 (1:1) und liegen damit weiter nur ein Punkt vor den direkten Abstiegsplätzen. Dort befindet sich weiterhin Hannover 96 nach dem 0:3 (0:2) bei 1899 Hoffenheim.

Die nächste Enttäuschung setzte es für Vizemeister FC Schalke 04, der nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg nicht aus dem Tabellenkeller herauskommt. Die Königsblauen bleiben mit 23 Punkten auf Platz 14. Dagegen schaffte der VfL Wolfsburg, der in den vergangenen beiden Spielzeiten erst in der Relegation die Rettung schaffte, durch ein 3:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 den vorläufigen Sprung auf einen Europacup-Platz. Den haben auch Hertha BSC und Werder Bremen nach dem 1:1 (1:0) im direkten Aufeinandertreffen im Visier.

Am Ende einer turbulenten Woche mit der Ablösung des Sportvorstands Michael Reschke durch Hitzlsperger blieb es für den VfB sportlich alles beim Alten. Marcel Sabitzer per Freistoß (68. Minute) und Yussuf Poulsen (74.) besiegelten die elfte Niederlage im 15. Saisonspiel unter dem glücklosen Trainer Markus Weinzierl, der nun um seinen Job fürchten muss. Stuttgarts Winter-Zugang Steven Zuber hatte zuvor per Handelfmeter (16.) die erstmalige Führung der Sachsen durch Yussuf Poulsen (6.) ausgeglichen. Als Vierter liegt RB aktuell sechs Zähler vor Wolfsburg.

Die 14. Pleite im 22. Spiel von Hannover war quasi schon nach 14 Minuten besiegelt. Nach den Toren von Joelinton (4.) und Ishak Belfodil (14.) kamen die Niedersachsen im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Doll nicht mehr zurück. Außerdem traf Kerem Demirbay für die klar überlegenen Gastgeber (80.). 96 ist damit seit Oktober 2017 ohne Auswärtssieg.

In Wolfsburg schossen Maximilian Arnold (4.), Wout Weghorst per Handelfmeter (69.) und Robin Knoche (76.) den VfL-Sieg heraus. Damit hat die Mannschaft von Bruno Labbadia mit 35 Punkten schon zwölf Spiele vor Schluss die Ausbeute aus der Vorsaison (33) übertroffen.

Dies wird dem letztjährigen Zweiten Schalke kaum mehr gelingen. Gegen Freiburg kam für die Mannschaft von Domenico Tedesco erschwerend hinzu, dass Suat Serdar wegen groben Foulspiels schon in der ersten Halbzeit die Rote Karte sah (42.). Der bislang so enttäuschende Königstransfer Sebastian Rudy kam gar nicht zum Einsatz. Auf Freiburger Seite sah Christian Günter in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (90.+2).

In Berlin brachte der Ex-Bremer Davie Selkie die Hertha in Führung (25.), doch Oldie Claudio Pizarro gelang in der Nachspielzeit per Freistoß noch der Ausgleich (90.+5). Damit avancierte Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen zum ältesten Torschützen der Liga-Geschichte. Zuvor hatte Mirko Votava mit 40 Jahren und 121 Tagen die Bestmarke gehalten.

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