Digital-out-of-Home
Bundesliga verkauft auch Rechte für digitale Werbesysteme

Frankfurt/Main (dpa) - Die Fußball-Bundesliga verkauft erstmals Rechte für bewegte Bilder in digitalen Werbe- und Informationssystemen.

Mittwoch, 04.03.2020, 07:37 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 07:40 Uhr
Christian Seifert fände es schön, auch in der U-Bahn Fußballbilder sehen zu können.
Christian Seifert fände es schön, auch in der U-Bahn Fußballbilder sehen zu können. Foto: Boris Roessler

Dieses sogenannte Digital-out-of-Home-Angebot ist der dritte Bereich der Medienrechte neben TV/Internet und Radio, die bis zum 11. Mai verkauft werden sollen.

Bei der Auktion dieses neuen Bereichs geht es um maximal eine Minute lange Ausschnitte, die nach Abschluss der Free-TV-Erstverwertung gezeigt werden dürfen. «Wir sehen, wie der Markt wächst», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Eine Ausschreibung solcher Rechte gebe es in Europa bisher nur durch die Bundesliga.

In Deutschland gibt es nach Angaben der Liga mehr als 100.000 digitale Außenwerbeflächen. Neben Werbung und andere Inhalten können dort auch Sportberichte gezeigt werden. Der Anteil digitaler Werbeflächen wird nach DFL-Prognose bis 2025 um 50 Prozent steigen.

«Wir gehen nicht in die U-Bahn, um Bundesliga zu gucken», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Aber wenn man in der U-Bahn sei, wäre es schön, Fußballbilder sehen zu können. «Wo Bildschirme sind, kann auch die Bundesliga sein», sagte der DFL-Boss. Die finanziellen Erwartungen sind eher gering. «Wir wissen nicht, was dabei rauskommt», sagte Seifert: «Wir probieren etwas Neues aus.»

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