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Hannover-Torwart Zieler beim 1. FC Köln im Gespräch

Köln (dpa) - Der beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 degradierte Weltmeister-Torwart Ron-Robert Zieler wird möglicherweise zu seinem Heimatclub 1. FC Köln zurückkehren.

Donnerstag, 06.08.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 15:14 Uhr
Hat bei Hannover 96 keine Zukunft mehr: Torwart Ron-Robert Zieler.
Hat bei Hannover 96 keine Zukunft mehr: Torwart Ron-Robert Zieler. Foto: Swen Pförtner

Kölns Sport-Geschäftsführer Horst Heldt bestätigte in einer Medienrunde grundsätzliches Interesse am 31 Jahre alten Keeper, der in Hannover noch einen Vertrag bis 2023 besitzt. Im Falle dieses Wechsels müsste der 31-Jährige allerdings wohl Gehaltseinbußen hinnehmen und sich beim FC zunächst mit der Rolle der ambitionierten Nummer zwei hinter Stammkeeper Timo Horn begnügen.

Die Kölner scheinen einem Deal zumindest nicht abgeneigt. Heldt bestätigte, dass man nach einem Torhüter Ausschau halte und auch Zieler zu den Kandidaten gehöre. «Er ist einer der Torhüter, mit denen wir uns beschäftigen. Es ist klar, dass wir eine Nummer zwei suchen, aber mit dem Anspruch, eine Nummer eins werden zu können. Wenn einer kommt, ist unsere Erwartung, dass er Gas gibt», sagte Heldt. Aber erst müsse der Kader verkleinert werden. «Dann schauen wir, was wir machen können.»

Der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtete sogar schon von einer Einigung, wonach der ehemalige DFB-Torwart für ein Jahr von Hannover ausgeliehen werden soll. Sicher ist, dass ein Kölner den Club Richtung Hannover verlässt: Kingsley Schindler wird für ein Jahr an die Niedersachsen verliehen.

Zieler ist in Köln geboren und aufgewachsen und spielte bereits in der Jugend bis zu seinem Wechsel zu Manchester United für den Geißbock-Club. In seiner Wahlheimat Hannover droht ihm nach der Rückkehr der alten und neuen Nummer eins Michael Esser nur noch ein Tribünenplatz. Er darf den Fußball-Zweitligisten deshalb ablösefrei verlassen. Mehrheitsgesellschafter Martin Kind sagte am Wochenende öffentlich über ihn: «Wenn Zieler mich fragt, empfehle ich einen Wechsel. Bei uns wird er keine Chance mehr haben. Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals.»

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