BVB-Geschäftsführer
Watzke drückt dem Erzrivalen Schalke «alle Daumen»

Dortmund (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke empfindet keine Schadenfreude für die prekäre Lage des FC Schalke 04 und hofft auf den Klassenverbleib des Erzrivalen.

Montag, 04.01.2021, 13:30 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 13:33 Uhr
Hofft auf den Klassenverbleib des Erzrivalen Schalke: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.
Hofft auf den Klassenverbleib des Erzrivalen Schalke: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Foto: David Inderlied

«Ich drücke ihnen alle Daumen - ganz unabhängig davon, welchen Stellenwert das Revierderby hat. Denn: Schalke ist einer der Clubs, die die Bundesliga beleben. Für die Attraktivität der Liga wäre es ein Drama, würde Schalke absteigen», sagte der BVB-Chef dem «Kicker». Das sei ein ähnlich großer Verlust für die Liga wie der Hamburger SV: «Und am Beispiel Hamburg sieht man ja auch, dass es kein Selbstläufer ist, sofort wieder aufzusteigen.»

Der seit 30 Bundesligaspielen sieglose FC Schalke rangiert mit nur vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat einen Rückstand von sieben Zähler auf einen Nichtabstiegsplatz. Watzke äußerte Mitgefühl für den Sportchef des Schlusslichts: «Mir tut es für Jochen Schneider sehr leid. Ich halte ihn für einen absolut seriösen und anständigen Kerl. Allerdings brauchst du auch ein bisschen Glück - und was das angeht, sieht es momentan schlecht aus.»

Nach Einschätzung von Watzke liegen die Ursachen für die Schieflage schon länger zurück: «Ich habe schon den Eindruck, als sei das die Folge einer langfristigen Entwicklung, die sich über Jahre aufgebaut hat. Ich kann nur hoffen, dass Schalke sich daraus befreit - auch wenn es sehr, sehr schwer wird.»

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