Kritik vom Ehrenpräsident
Strutz kritisiert Mainz-Führung: «Intriganten-Stadl»

Mainz (dpa) - Ehrenpräsident Harald Strutz hat vor der Aufsichtsratswahl beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 am 9. Februar heftige Kritik an der Wahlkommission und der Vereinsführung geübt.

Montag, 01.02.2021, 09:37 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 09:40 Uhr
Blickt besorgt auf Mainz 05: Ehrenpräsident Harald Strutz.
Blickt besorgt auf Mainz 05: Ehrenpräsident Harald Strutz. Foto: Fredrik von Erichsen

«Ich habe den Eindruck, dass der Verein zum Intriganten-Stadl verkommt», sagte der 70-jährige frühere Clubchef der «Bild»-Zeitung und ergänzte: «So darf es nicht weitergehen - sonst fährt man Mainz 05 an die Wand!» Strutz war von 1988 bis 2017 Präsident des rheinhessischen Clubs und nach Kritik an Aufwandsentschädigungen, die er vom Club erhalten haben soll, zurückgetreten.

Die Wahlkommission hat zwölf Kandidaten für die Wahl zugelassen, aber vier amtierende Mitglieder des Aufsichtsrats abgelehnt. Strutz findet das «rufschädigend» und «ehrverletzend». Zudem sagte er: «Ich finde, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne Mainz 05 nicht mehr gut tut! Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine.» Deshalb müssten sich die Mitglieder «ihren Verein zurückholen und dürfen sich nicht weiter entmündigen lassen».

Die Stärke von Mainz 05 sei immer die Gemeinsamkeit gewesen. «Davon spürt man überhaupt nichts mehr», sagte Strutz und zählte auf: «Der Spielerstreik und die armselige Reaktion darauf, der Abgang von Rouven Schröder und jetzt auch noch die unsägliche Entscheidung der Wahlkommission und das Geschacher hinter den Kulissen.» Deshalb frage er sich, «wer sich wirklich noch für Mainz 05 engagiert und wer nur für sein eigenes Pöstchen».

Die Mainzer Profis hatten im September 2020 das Training verweigert. Daraufhin musste Achim Beierlorzer als Trainer gehen. Schröder war als Sportvorstand im Dezember zurückgetreten

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