Abstiegsbedrohte Bremer
Werders Lizenzspieler-Chef: Abschied von Kohfeldt nicht klar

Bremen (dpa) - Werder Bremens Lizenzspieler-Chef Clemens Fritz hat Spekulationen zurückgewiesen, ein Abschied von Trainer Florian Kohfeldt nach dieser Saison sei bereits beschlossene Sache.

Montag, 03.05.2021, 15:48 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 15:50 Uhr
Clemens Fritz, Lizenzspieler-Chef bei Werder Bremen.
Clemens Fritz, Lizenzspieler-Chef bei Werder Bremen. Foto: Carmen Jaspersen

«Das ist völliger Quatsch», sagte Fritz in einer Online-Medienrunde des Fußball-Bundesligisten. «Fakt ist, dass er Vertrag bis 2023 hat. Wir haben in den Gesprächen zuletzt nicht einmal über die neue Saison gesprochen. Wir legen den Fokus auf die nächsten Wochen, alles andere sollte uns aktuell nicht interessieren», sagte der Ex-Profi.

Kohfeldt war von den Verantwortlichen nach sieben Liga-Niederlagen in Serie öffentlich infrage gestellt worden und hatte nach dem 1:3 bei Union Berlin erst einmal nur eine Job-Garantie für das Halbfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig erhalten. Trotz des Ausscheidens bekannten sich die Bremer Bosse aufgrund der kämpferisch überzeugenden Leistung des Teams danach zu Kohfeldt.

Allerdings gilt es als höchst wahrscheinlich, dass sich die Wege nach dieser Saison unabhängig vom Ausgang der Spielzeit trennen werden. Werder hat als Tabellen-14. aktuell nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Schon in der vergangenen Saison hatten sich die Grün-Weißen erst in der Relegation gerettet.

«Natürlich werden wir nach der Saison eine klare Analyse machen. Das ist unsere Pflicht, und dann werden wir sehen», sagte Fritz zur Zukunft von Kohfeldt. Der Coach hatte ein Ende der Zusammenarbeit nach dem Spiel gegen Leipzig angedeutet. «Ich will das Ganze hier, die Saison, vernünftig zu Ende bringen», hatte Kohfeldt gesagt - und dabei schon sehr noch Abschied geklungen. Werder trifft noch auf Leverkusen, Augsburg und Mönchengladbach.

Werder Bremen überlegt im Abstiegskampf das von der Deutschen Fußball Liga vorgeschriebene Quarantäne-Hotel außerhalb von Bremen zu beziehen. «Es kann auch sein, dass wir nach dem Spiel in Augsburg ein paar Tage in Süddeutschland bleiben», sagte Fritz.

«Wir prüfen derzeit, ob wir vielleicht erst am Freitag vor dem Spiel gegen Gladbach nach Bremen zurückkehren», sagte Fritz. Die Verantwortlichen wollen damit den Teamgeist weiter stärken und den Spielern zudem etwas Abwechslung bieten. Die Tage vor dem Spiel in Augsburg werden die Grün-Weißen im Parkhotel Bremen verbringen.

Um im Liga-Schlussspurt die Gefahr von positiven Corona-Fällen und damit eventuell einhergehenden Quarantäne-Anordnungen zu umgehen, hatte die DFL beschossen, alle Profi-Clubs rund um den 33. und 34. Spieltag zum Aufenthalt in Quarantäne-Hotels zu zwingen. Die Zeit dafür beginnt am 12. Mai.

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