Erste Bundesliga
Schaaf-Frage Thema bei Werder-Geschäftsführer Fischer

Für Thomas Schaaf könnte es am Samstag gegen Eintracht Frankfurt das letzte Spiel als Werder-Trainer im Weserstadion sein. Exakt 14 Jahre nach seinem Debüt als Coach. Die Kritik wird größer. Jetzt gießt ausgerechnet Geschäftsführer Fischer noch Öl ins Feuer.

Freitag, 10.05.2013, 15:01 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 10.05.2013, 14:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 10.05.2013, 15:01 Uhr

Bremen (dpa) - Die Zukunft von Thomas Schaaf als Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Werder Bremen bleibt weiterhin ungewiss. Trotz Vertrages bis 2014 wird eine Trennung im Sommer immer wahrscheinlicher.

Ausgerechnet vor dem wichtigen und vorentscheidenden Spiel um den Klassenverbleib gegen Eintracht Frankfurt verschärfte Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer - eigentlich ein Schaaf-Vertrauter - noch einmal die Diskussion um das Werder-Urgestein. Via «Bild» gab Fischer Überlegungen über personelle Konsequenzen nach dem letzten Spieltag preis: «Nach der Saison werden wir hier jeden Stein umdrehen. Dann werden wir über Personen sprechen.»

Dazu äußerte sich der 72-Jährige kritisch über Bereiche, für die Schaaf mitverantwortlich ist. «Wir haben es nicht geschafft, an die Europa League heranzurücken. Wir sind nicht glücklich mit den Einkäufen der letzten Zeit. Und nicht mit der Zuführung junger Spieler in den Profi-Kader. Beispiele sind Max Kruse und Dennis Diekmeier, die dann woanders ihren Weg gegangen sind. All das müssen wir diskutieren», kündigte Fischer an.

Genau 14 Jahre nach seinem Debüt wird die Luft für den Coach dünner. Von den Fischer-Äußerungen ließ sich Stoiker Schaaf zumindest nach außen hin nicht aus der Ruhe bringen. «Ich bin sehr auf die Partie gegen Frankfurt fokussiert. Alles andere spielt keine Rolle», erklärte der 52-Jährige. Auch bei den Profis sollen die Spekulationen kein Thema sein. «Alles, was drumherum kommentiert und interpretiert wird, kommt nicht an die Mannschaft heran», meinte Schaaf.

Deutlich genervter reagierte Sportchef Thomas Eichin auf die Spekulationen und Äußerungen. «Was diverse Zeitungen über dieses Thema berichten, kann ich nicht ändern. Ich kann nichts mehr dazu sagen, ein unerträgliches Thema», schimpfte Eichin.

Die Bremer, die eigentlich um die internationalen Plätze mitstreiten wollten, sind zwei Spieltage vor dem Ende der laufenden Saison noch immer in Abstiegsgefahr. Der Tabellen-14. hat auf den Relegationsplatz 16 lediglich drei Punkte Vorsprung. Zudem kann die Eintracht mit einem Sieg die Europa-League-Qualifikation perfekt machen. So könnte es für Schaaf, der am Donnerstag auf den Tag genau vor 14 Jahren seinen Einstand als Werder-Trainer gab, das letzte Heimspiel als Bremer Coach werden.

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