2. Liga
HSV siegt und bleibt vorne - Köln mit 8:1 aus der Krise

Der Karneval kann kommen. Einen Tag vor Beginn der Session am 11. 11. beendet der 1. FC Köln mit dem 8:1 gegen Dresden seine kurze Krise. Zweitliga-Spitzenreiter bleibt aber der HSV nach dem vierten Sieg im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Wolf.

Samstag, 10.11.2018, 15:56 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 10.11.2018, 15:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 10.11.2018, 15:56 Uhr
Hamburgs Bakery Jatta jubelt nach seinem Tor zum 3:1 bei Erzgebirge Aue.
Hamburgs Bakery Jatta jubelt nach seinem Tor zum 3:1 bei Erzgebirge Aue. Foto: Robert Michael

Düsseldorf (dpa) - Der Hamburger SV hat die Erfolgsserie unter dem neuen Trainer Hannes Wolf ausgebaut und die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet.

Das 3:1 (1:1) bei Erzgebirge Aue war der vierte Sieg der Hanseaten im vierten Pflichtspiel unter Wolf. Für den Paukenschlag sorgte vor dem Auftakt der Karnevalssession am 11. 11. aber der 1. FC Köln. Sechs Tage nach dem 0:1 in Hamburg schoss sich das Team von Trainer Markus Anfang in Karnevalstrikots mit dem 8:1 (2:0) gegen Dynamo Dresden den Frust von der Seele. Simon Terodde traf dreimal und erhöhte sein Saisonkonto auf 16 Tore.

Hamburg (27 Punkte) und Köln (24) werden nach dem 13. Spieltag die Aufstiegsplätze belegen. Dahinter kann es noch Bewegung geben, weil der bisherige Zweite FC St. Pauli (23) im Duell gegen den 1. FC Heidenheim nicht über ein 1:1 (0:0) hinauskam. Das bisher noch ungeschlagene Union Berlin oder die SpVgg Greuther Fürth (beide 20) können bei einem Sieg im Spitzenduell an der Alten Försterei am Sonntag (13.30 Uhr) aufgrund der besseren Tordifferenz St. Pauli von Rang drei verdrängen.

50.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion in Köln kamen nach einer Serie von vier Spielen ohne Sieg nicht mehr aus dem Feiern heraus. Bereits nach drei Minuten wies Jhon Cordoba mit dem 1:0 den Weg aus der Krise. Simon Terodde sorgte noch vor der Pause für eine Vorentscheidung und traf weitere zweimal (42., 46., 61.). Bleibt er gesund und treffsicher, könnte er die beiden Essener Legenden Horst Hrubesch und Frank Mill überholen, die in der Zweitliga-Historie mit 42 beziehungsweise 40 Saisontoren in der Statistik ganz oben stehen. Cordoba (51.), zweimal Jonas Hector (56., 83.) und Louis Schaub (78.) erzielten die weiteren Treffer für Köln.

Dass am Sonntag zum Auftakt der fünften Jahreszeit gefeiert wird, war für den gebürtigen Kölner Markus Anfang unabhängig vom Dresden-Spiel klar: «Wenn der Fastelovend kütt, dann wird in Köln gefeiert. Das hat nichts mit Ergebnissen zu tun.»

Nur einen Treffer mehr auf dem Konto als Terodde hat die gesamte HSV-Mannschaft. Die Hanseaten feierten in Aue Tore durch Pierre-Michel Lasogga (21.), Khaled Narey (63.) und den eingewechselten Bakery Jatta (68.). Clemens Fandrich hatte zwischenzeitlich für die Gastgeber ausgeglichen (23.). Unter Hannes Wolf gab es für Hamburg nun drei Siege in der Liga. Dazu kam das 3:0 bei Drittligist Wehen-Wiesbaden zum Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals.

Zum Auftakt des Spieltages gab es zwei Unentschieden, darunter das spektakuläre 4:4 (3:1) zwischen dem SC Paderborn und Holstein Kiel. Dabei erzielte Paderborns Babacar Gueye nach neun Sekunden das zweitschnellste Tor der Zweitliga-Geschichte. Torlos trennten sich dagegen der SV Sandhausen und der MSV Duisburg.

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