2. Liga
HSV muss Team-Etat senken - Zuschauerprämien für Zugänge?

Hamburg (dpa) - Nach dem erneut verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga muss der Hamburger SV finanziell weitere Abstriche machen.

Mittwoch, 01.07.2020, 10:59 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 11:02 Uhr
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt muss nach kreativen Lösungen suchen.
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt muss nach kreativen Lösungen suchen. Foto: Christian Charisius

Es wird erwartet, dass der wirtschaftlich angeschlagene Club infolge der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauereinnahmen seinen Team-Etat von derzeit 30 auf 23 bis 24 Millionen Euro senken wird. Dass zudem die Verträge mit den beiden potentesten Partnern mit dem Saisonende am Dienstag ausgelaufen sind, belastet den Verein zusätzlich.

Der HSV hat die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung allerdings noch nicht aufgegeben. Sowohl mit Hauptsponsor Emirates (zahlt 1,4 Millionen Euro pro Jahr als Trikotpartner) als auch mit Klaus-Michael Kühne (4,0 Mio. Euro/Jahr für die Namensrechte am Volksparkstadion) will man noch einmal in Verhandlungen treten. Bei einem Aufstieg in die 1. Liga, den das Team durch den enttäuschenden vierten Platz vor allem durch magere Ergebnisse nach der gut zweimonatigen Corona-Pause verspielte, hätten beide Partner bei den Hanseaten weitergemacht.

Da die Unsicherheit über den weiteren Corona-Verlauf groß ist, sucht der HSV nach Informationen des «Hamburger Abendblatt» für Neuzugänge nach kreativen Lösungen. So erwägt der Club, potenziellen Verstärkungen Verträge anzubieten, die neben den üblichen Erfolgs- auch Zuschauerprämien beinhalten. Hintergrund ist die Tatsache, dass dem HSV während der Pandemie pro Heimspiel ohne Zuschauereinnahmen rund 1,75 Millionen Euro entgehen. Die Spieler müssten sich auf diese Weise an den derzeitigen finanziellen Risiken des Vereins beteiligen.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-630839/2

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