Relegation gegen Nürnberg
Ingolstadt-Manager Henke: Umstände «schon merkwürdig»

Ingolstadt (dpa) - Sportdirektor Michael Henke vom FC Ingolstadt erhebt nach dem Scheitern in der Relegation zur 2. Fußball-Bundesliga Vorwürfe gegen den Verband und die Schiedsrichter.

Montag, 13.07.2020, 15:14 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 15:18 Uhr
Manager beim FC Ingolstadt: Michael Henke.
Manager beim FC Ingolstadt: Michael Henke. Foto: Armin Weigel

«Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, weder bei Corona noch bei anderen Sachen», sagte der 63-Jährige zu Spox und Goal. «Aber unter solchen Umständen nicht aufzusteigen, ist schon merkwürdig. Ich bin Sportler durch und durch und Fairness hat bei mir einen hohen Stellenwert. Deswegen verstehe ich einige Sachen nicht, die da abgelaufen sind.»

Unter anderem kritisierte er die Ansetzung der zwei Partien gegen den 1. FC Nürnberg. Das Hinspiel am vorigen Dienstag (0:2) fand nur drei Tage nach dem letzten Spieltag der 3. Liga statt - der Zweitligist FCN dagegen hatte acht Tage Pause. «Ich habe sogar extra beim übertragenden Sender ZDF nachgefragt, ob eine Verlegung des Spiels auf Mittwoch in Frage käme. Das wäre für sie kein Problem gewesen, aber es wurde trotzdem nicht geändert», berichtete Henke.

Zudem verstehe der frühere Trainerassistent von Ottmar Hitzfeld nicht, warum der Referee im Rückspiel (3:1) so lange nachspielen ließ und das Tor der Nürnberger dann nicht selbst am Monitor überprüfte. Die Ingolstädter reklamierten ein Foulspiel vor dem Treffer. «Eigentlich sollte jedes Tor überprüft werden, aber ausgerechnet in der Situation kommt der Unparteiische nicht auf die Idee, sich das selbst anzuschauen? Das ist merkwürdig, das ist zu viel», sagte er.

Dass es überhaupt eine Regelation gibt, das befürwortet Henke: «Da ist immer Power drinnen, das ist prickelnd, das finde ich gut - aber bitte mit annähernder Chancengleichheit für beide Clubs.»

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