Champions League
Basaksehirs Co-Trainer kann in Paris auf Bank sitzen

Paris (dpa) - Bei der Fortsetzung des am Vortag abgebrochenen Spiels in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul kann der mit einer Roten Karte bestrafte Istanbuler Co-Trainer Pierre-Achille Webo auf der Bank Platz nehmen.

Mittwoch, 09.12.2020, 19:26 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 19:28 Uhr
Bei der Erwärmung trugen Webo, die Spieler beider Teams sowie die Schiedsrichter weiße T-Shirts mit der Aufschrift «No to Racism».
Bei der Erwärmung trugen Webo, die Spieler beider Teams sowie die Schiedsrichter weiße T-Shirts mit der Aufschrift «No to Racism». Foto: Francois Mori

Wie Frankreichs Meister PSG auf seiner Homepage mitteilte, hat die Europäische Fußball-Union die Rote Karte ausgesetzt. «Der Assistenztrainer kann für das Spiel, das am Abend wiederholt wird, auf der Bank sitzen», teilten die Pariser mit.

Der frühere kamerunische Nationalspieler Webo hatte in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen. Dabei soll es zu einer rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen gekommen sein. Sebastian Colţescu wurde vorgeworfen, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben, die im Deutschen inzwischen mit dem Begriff «N-Wort» umschrieben wird. Aus Protest hatten beide Mannschaften den Platz verlassen. Die Partie wurde abgebrochen.

Bei der Erwärmung trugen Webo, die Spieler beider Teams sowie die Schiedsrichter weiße T-Shirts mit den Logos von PSG und Basaksehir und der Aufschrift «No to Racism» (Nein zu Rassismus). Vor dem Anpfiff knieten die Spieler rund um den Mittelkreis nieder und hatten eine Faust erhoben. Die Geste gilt als Anti-Rassismus-Zeichen, das vom US-Football-Profi Colin Kaepernick initiiert wurde.

Vor dem Anpfiff waren im Stadion Prinzenpark Transparente mit Botschaften gegen Rassismus aufgehängt worden, wie Fotos im Twitter-Account des Fernsehsender «beIN Sports» zeigten. Darauf stand unter anderem «Unterstützung für M. Webo... Stolz auf die Spieler... gegen Rassismus» und «Paris vereint gegen Rassismus». Zudem war auf der Tribüne ein Banner mit den Logos beider Vereine und dem Slogan «No to Racism» (Nein zu Rassismus) aufgespannt.

© dpa-infocom, dpa:201209-99-632613/4

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