DFB-Pokal
Mehr Spiele mit Fans - Tausende in Chemnitz und Mainz

Dürfen Fußballspiele mit Zuschauern im Stadion ausgetragen werden? Eine bundeseinheitliche Antwort gibt es darauf noch nicht. Zumindest beim DFB-Pokal steigt aber die Zahl der Partien vor Fans.

Mittwoch, 02.09.2020, 19:55 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 19:58 Uhr
In der ersten DFB-Pokal-Runde sind teilweise wieder Zuschauer erlaubt.
In der ersten DFB-Pokal-Runde sind teilweise wieder Zuschauer erlaubt. Foto: Joachim Sielski

Berlin (dpa) - Weitere Fußballvereine haben Genehmigungen für DFB-Pokalspiele vor Zuschauern erhalten. Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC darf im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim am 13. September vor mehreren tausend Zuschauern spielen.

Der FSV Mainz erhielt überraschend eine Ausnahmegenehmigung, die die lokalen Behörden am Dienstag noch verwehrt hatten. Ordnungs- und Gesundheitsamt in Chemnitz genehmigten das Hygienekonzept des FC, wodurch 4632 Fans die Heimspiele im Stadion verfolgen dürfen. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Bisher waren im Chemnitzer Stadion 1000 Personen pro Spiel zugelassen.

Der FSV Mainz 05 erhielt überraschend doch eine Genehmigung der zuständigen Behörden und darf das Erstrundenspiel gegen den Fußball-Regionalligisten TSV Havelse vor 1000 Zuschauern austragen. Bei einem problemlosen Verlauf darf der Verein auf eine stufenweise Erhöhung der Besucherzahlen bei den Bundesliga-Heimspielen hoffen. Die Rheinhessen erhielten die Ausnahmegenehmigung am Mittwoch, nachdem das zuständige Gesundheitsamt 24 Stunden zuvor noch eine Absage erteilt hatte. In Rheinland-Pfalz sind derzeit maximal 350 Personen bei Freiluftveranstaltungen erlaubt.

Die Partie zwischen Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart kann möglicherweise vor 5000 bis 8000 Zuschauern stattfinden. Das verlautete aus Teilnehmerkreisen nach einem Treffen von Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese (SPD) mit Vereinsvertretern des Landes in der Staatskanzlei Schwerin. Die Pokal-Begegnung zwischen dem Drittligisten aus Rostock und dem Bundesliga-Aufsteiger findet am 13. September statt.

Die Sportministerin zeigte sich optimistisch, dass in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag Entscheidungen getroffen werden, damit die Zuschauerzahlen für Pokal- und Ligaspiele deutlich über dem bisherigen Limit von 400 in der Halle und 1000 unter freiem Himmel liegen werden.

Für die jeweiligen Clubs sind Absprachen mit den Gesundheitsbehörden auf Basis der unterschiedlichen Landesvorschriften zwingend. Beim DFB-Pokal werden daher voraussichtlich einige Spiele vor Zuschauern stattfinden, andere vor leeren Rängen.

Weitere Vereine haben noch keine Genehmigung erhalten, hoffen aber ebenfalls auf Fans auf den Rängen. Drittligist 1. FC Magdeburg möchte bei der ersten Pokalrunde 7500 Besucher ins Stadion bekommen. Zweitligist Karlsruher SC plant sein Pokalspiel gegen Union Berlin am 12. September mit 450 Zuschauern.

© dpa-infocom, dpa:200902-99-406239/3

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