DFB-Pokal
Hertha-Stürmer Piatek muss in Quarantäne

Berlin (dpa) - Hertha BSC muss im DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig ohne seinen Stürmer Krzysztof Piatek auskommen.

Montag, 07.09.2020, 18:59 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 19:02 Uhr
Muss nach einem Länderspiel fünf Tage in Quarantäne: Der polnische Nationalspieler Krzysztof Piatek.
Muss nach einem Länderspiel fünf Tage in Quarantäne: Der polnische Nationalspieler Krzysztof Piatek. Foto: Soeren Stache

Wie Trainer Bruno Labbadia nach dem Training des Berliner Fußball-Bundesligisten mitteilte, muss sich der 25 Jahre alte Pole nach der Rückkehr vom Länderspiel in Bosnien-Herzegowina in eine fünftägige Quarantäne begeben. Diese Entscheidung habe das zuständige Berliner Gesundheitsamt wegen der Corona-Lage in Bosnien-Herzegowina getroffen. Ein Einsatz am 11. September ist somit nicht möglich. 

«Das ist schade, wie das gelaufen ist, vor allem sind wir die Leidtragenden. Für uns ist es ärgerlich und für den Spieler bitter», sagte Labbadia. Piatek war entgegen der Absprachen von Hertha BSC mit dem polnischen Fußball-Verband doch in das Corona-Risikogebiet Bosnien-Herzegowina gereist.

Die Slowaken Ondrej Duda und Peter Pekarik stehen Labbadia hingegen wieder zur Verfügung. Beim Länderspiel-Gegner Tschechien fielen die jüngsten Tests nach einem Corona-Fall negativ aus. Der Tscheche Vladimir Darida kehrt am 10. September nach seiner Quarantäne rechtzeitig für das Braunschweig-Spiel ins Teamtraining zurück. Labbadia hatte beim Training elf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Niklas Stark konnte nach seinem Infekt wieder mitwirken. 

Wer den im Sturmzentrum gesetzten Piatek ersetzen soll, ließ Labbadia noch offen. Mögliche Kandidaten wären Matheus Cunha, Dodi Lukebakio oder Daishawn Redan. «Da machen wir uns Gedanken drüber, das ist noch sehr frisch. Wir hatten noch Hoffnung gehabt», sagte der Hertha-Coach zu den Gesprächen mit dem Gesundheitsamt. In anderen Fällen reicht ein negativer Corona-Test, statt der Quarantäne.

Labbadia äußerte daher die Sorge, dass es zu einer Ungleichbehandlung kommen könnte, wenn in anderen Regionen nicht die gleichen Maßstäbe wie für Hertha-Spieler gelten könnten. 

© dpa-infocom, dpa:200907-99-466700/2

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