1:3 gegen Chelsea
City verliert Anschluss und Nerven - Pep entschuldigt sich

Im Topspiel der Premier League muss sich Guardiola mit ManCity vor eigenem Publikum geschlagen geben. Das 1:3 gegen Chelsea ist sportlich ein herber Rückschlag - und treibt die City-Profis zu unschönen Frustreaktionen.

Sonntag, 04.12.2016, 11:46 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.12.2016, 11:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.12.2016, 11:46 Uhr
Pep Guardiola verlor mit Manchester City gegen den FC Chelsea.
Pep Guardiola verlor mit Manchester City gegen den FC Chelsea. Foto: Nigel Roddis

Manchester (dpa) - Nach den hässlichen Szenen mit Brutalo-Foul und Würgegriff war Pep  Guardiola als Schlichter gefragt.

«Es ist schade, dass das Spiel so geendet hat. Ich mag das nicht und möchte mich dafür entschuldigen», sagte der Katalane nach dem frustrierenden 1:3 von Manchester City im Premier-League-Topspiel gegen den FC Chelsea. Seine Spieler Sergio Agüero  (grobes Foul) und Fernandinho (Tätlichkeit) waren in der Nachspielzeit der packenden Partie für ihre Fehltritte mit Roten Karten vom Feld geschickt worden.

Vier Punkte Rückstand, eine schmerzhafte Niederlage und drohende  Rotsperren: Guardiola steckt in einer schwierigen Situation. Der Trainer, der aus drei Jahren mit dem FC Bayern München national nur noch große Siege und frühzeitige Titelgewinne gewohnt war, trifft in England auf gleichwertige Gegner - und kann aus den direkten Duellen bislang zu wenig Zählbares verbuchen. Dennoch erklärte er: «Ich bin stolz auf mein Team, wie wir gespielt haben. Gratulation an mein  Team.»

Denn mit dem Gezeigten war der Katalane mehr als zufrieden:  Schließlich hatten sich die «Citizens» ein deutliches Chancenplus erspielt und nach der Führung durch ein Eigentor von Gary Cahill mehrere Hochkaräter zum 2:0 und damit der Vorentscheidung vergeben.  Kevin De Bruyne schoss freistehend aus kürzester Distanz an die Latte.

«Wir haben uns mehr Chancen erspielt als zuletzt und das gegen Chelsea. Dass wir nicht gewonnen haben, lag nur daran, dass wir unsere Gelegenheiten nicht genutzt haben», sagte Guardiola.  Das Problem ist für den 45-Jährigen nicht neu, schon in den vergangenen Wochen ging City zu nachlässig mit den Gelegenheiten um. «Wir sind nicht stark genug im Strafraum, so einfach ist das», sagte Guardiola. Dies gelte vor allem für die Heimspiele, von denen City gerade einmal drei von sieben gewonnen hat.

Chelsea bestrafte die Schwäche des Gegners eiskalt: Diego Costa mit seinem elften Saisontor, Willian und Eden Hazard drehten die Partie für den Tabellenführer und bauten das Polster der «Blues» auf den direkten Konkurrenten auf vier Punkte aus. «Ich habe sehr viel Charakter von meinem Team gesehen und das ist sehr wichtig, um weiter zu wachsen. Aber wir müssen weiterarbeiten und uns weiter verbessern», sagte Chelseas  Trainer Antonio Conte. Der Erfolg bei City war der achte aufeinanderfolgende Liga-Sieg für die Londoner.

Vorläufig auf Platz zwei springen konnte dadurch der FC Arsenal um Mesut Özil. Das 5:1 bei West Ham United, bei dem der Weltmeister das Führungstor erzielte, war für das Team von Trainer Arsène Wenger ein nie gefährdeter Erfolg. «Das war eine überzeugende Performance und ein starkes Resultat», sagte der Franzose. Angreifer Alexis Sanchez überragte bei den «Gunners» mit drei Treffern.

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