Nach Corona-Zwangspause
Italiens Fußballclubs dürfen ab Montag wieder trainieren

Rom (dpa) - Nach einer rund zweimonatigen Corona-Zwangspause dürfen Fußballclubs der italienischen Serie A vorzeitig ab Montag mit Einzeltraining beginnen. Das Innenministerium weitete ursprünglich für internationale Einzelsport-Athleten vorgesehene Lockerungsmaßnahmen auf Fußballclubs aus.

Sonntag, 03.05.2020, 16:44 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 16:48 Uhr
Ab Montag dürfen Cristiano Ronaldo und Co. wieder mit dem Training beginnen.
Ab Montag dürfen Cristiano Ronaldo und Co. wieder mit dem Training beginnen. Foto: Lapresse/Nicolò Campo.Lapre

In der vergangenen Woche hatte die italienische Regierung verkündet, dass im professionellen Mannschaftssport vom 18. Mai an das Training wieder erlaubt sei. Die Verordnung, die es jedoch auch Amateuren ab Montag erlaubt, in Parks Sport zu treiben, hatte Unmut unter den Vereinen ausgelöst. Einzelne Regionen wie Kampanien und Emilia-Romagna setzten sich über die Bestimmungen hinweg und gaben einigen Serie-A-Vereinen grünes Licht für eine Wiederaufnahme des Trainings vom 4. Mai an.

Angesichts der Proteste hatte Sportminister Vincenzo Spadafora am Samstag den wissenschaftlichen Beirat der Regierung gebeten, zu prüfen, ob die Trainingszentren noch in der kommenden Woche für Einzeltraining wieder geöffnet werden könnten.

Die Vereine der Serie A sprechen sich seit Wochen für eine Fortführung der unterbrochenen Saison aus. Spadafora und einige Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats dämpften jedoch entsprechende Hoffnungen. Die Ansteckungsgefahr in einem Mannschaftssport wie dem Fußball sei nach wie vor hoch, hieß es. Die Saison könnte demnach abgesagt werden, wenn es keine Einigung zum Sicherheitsprotokoll gibt.

Die Serie A pausiert seit dem 9. März. Zwölf Spieltage stehen in Italiens höchster Spielklasse noch aus. Lazio kämpft mit Serienmeister Juventus Turin um den Titel. Italien ist besonders hart von der Pandemie betroffen. Seit Februar wurden rund 28.000 Corona-Tote registriert. Insgesamt haben sich nach Behördenangaben mehr als 200.000 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert.

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