0:2 gegen Spanien
Trotz «Weltklasse-Turniers»: Nübel untröstlich nach Patzer

Udine (dpa) - Die aufmunternden Worte seiner Teamkollegen und von Trainer Stefan Kuntz waren für Alexander Nübel kein Trost.

Montag, 01.07.2019, 13:16 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 13:20 Uhr
Weil Towart Alexander Nübel (r) den Ball nicht festhält kann der Spanier Dani Olmo das Tor zum 2:0 gegen Deutschland erzielen.
Weil Towart Alexander Nübel (r) den Ball nicht festhält kann der Spanier Dani Olmo das Tor zum 2:0 gegen Deutschland erzielen. Foto: Jonathan Moscrop

Wortlos eilte der deutsche U21-Torhüter nach der 1:2 (0:1)-Niederlage im EM-Endspiel gegen Spanien als einer der ersten aus dem Stadion. «Als Torhüter ist man dann versucht, sich alleine die Schuld zu geben», sagte Kuntz über die entscheidende Szene in der 69. Minute: Einen Schuss von Fabián Ruiz ließ Nübel abprallen, Dani Olmo schoss mitten in einer deutschen Drangphase zum 2:0 ein.

«Er hätte diesen Ball sicherlich festhalten können», urteilte Kuntz. «Aber letztendlich sind wir auch wegen Alex im Finale, das ist bei einem Torhüter so.» Auch von den Teamkollegen gab es viel Unterstützung für den Schalker, der vor dem Turnier als möglicher Neuzugang beim FC Bayern gehandelt worden war. «Er hat trotzdem ein Weltklasse-Turnier gespielt», sagte Offensivspieler Nadiem Amiri.

Zu seiner Zukunft wollte sich Nübel während des Turniers stets nicht äußern. Ob er noch eine weitere Saison auf Schalke bleibt oder aber im Sommer wechselt, ist offen. Kuntz glaubt trotz des Patzers an eine große Zukunft des scheidenden U21-Torhüters. «Das wird auch für Alex ein Schritt sein, den er für den Rest seiner Karriere sicherlich irgendwann gebrauchen kann», prophezeite er.

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