Hammerlos-Gefahr
Frankreich & Portugal auch Option für Löw in Nations League

In einem ehrwürdigen Backsteinbau im Zentrum von Amsterdam werden die Gruppen für die nächste Ausgabe der Nations League ausgelost. Die Zeremonie ist für Bundestrainer Joachim Löw auch Sinnbild des schweren Wegs der Fußball-Nationalmannschaft zurück zur Spitze.

Dienstag, 03.03.2020, 07:23 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 07:25 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw und dem DFB-Team droht in der Naions League ein Hammerlos.
Bundestrainer Joachim Löw und dem DFB-Team droht in der Naions League ein Hammerlos. Foto: Tom Weller

Amsterdam (dpa) - Für diese Zeremonie braucht Auslosungsprofi Joachim Löw gute Nerven. Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft drohen für die zweite Auflage der Nations League schwere Gegner.

Bei der heutigen Gruppenauslosung des UEFA-Wettbewerbs (18.00 Uhr) in Amsterdam ist die Auswahl von Bundestrainer Löw nur in Topf 4 der Liga A platziert. Wie bei der EM im Sommer könnte es somit zu Duellen mit Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal kommen. Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo ist nach dem Premierenerfolg 2019 wie England, die Niederlande und die Schweiz in Topf 1 gesetzt.

Im zweiten Topf befinden sich neben der Équipe Tricolore noch Spanien, Belgien und Italien. In Topf 3 sind die Aufsteiger aus der B-Liga aus Bosnien-Herzegowina, der Ukraine, Dänemark und Schweden vertreten. Deutschland ist gemeinsam mit Kroatien, Polen und Island nur in Topf 4.

Die vier Absteiger der ersten Auflage bleiben nur in der Liga A, da die höchste Klasse von der UEFA von zwölf auf 16 Teilnehmer aufgestockt wurde. Jeweils zwei Gruppenspiele finden im September, Oktober und November statt. Der Nations-League-Sieger wird bei einem Turnier der vier Gruppensieger im Juni 2021 in einem der Teilnehmerländer gekürt.

Bei der Premiere des auch von Löw weiter skeptisch betrachteten Wettbewerbs hatte die DFB-Auswahl in ihrer Gruppe sieglos hinter den Niederlanden (0:3/2:2) und Frankreich (0:0/1:2) den letzten Platz belegt. Anschließend forcierte Löw den Umbruch und verzichtete fortan auf die drei Ex-Weltmeister Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng.

In den tagesaktuellen Planungen spielt die Nations League für Löw allerdings derzeit keine Rolle. Der Bundestrainer richtet seinen ganzen Fokus auf die Vorbereitungen für die EM im Sommer aus. Dann warten Frankreich (16. Juni), Portugal (20. Juni) und ein Sieger der Playoffs im März (24. Juni) als Gruppenkontrahenten in der Münchner Allianz Arena.

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