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DFB-Spieler: Corona-Regeln «gut abgestimmt» - Teamarzt mahnt

Auch die Fußball-Stars von Werner bis Süle müssen mit strengen Hygieneregeln leben, auch wenn sie nach einem eng getakteten Programm immer wieder auf das Corona-Virus getestet werden. Und das sei gut so, betonten die Nationalspieler trotz einiger Einschränkungen.

Dienstag, 01.09.2020, 14:53 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 14:57 Uhr
Tim Meyer ist der Teamarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.
Tim Meyer ist der Teamarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Foto: Christian Charisius

Stuttgart (dpa) - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bleiben auch nach den negativen Tests bei der Fußball-Nationalmannschaft allgegenwärtig.

«Hier ist es noch mal intensiver. Das ist auch gut so. Deutschland hat in der Pandemie-Zeit gezeigt, dass es auf einem anderen Level und organisierter ist», sagte Abwehrspieler Antonio Rüdiger zu den strikten Corona-Regeln beim DFB-Team in Stuttgart. «Natürlich ist es nicht so, wie es mal war», bemerkte Rüdiger, aber der Chelsea-Verteidiger betonte: «Uns geht es gut.»

Bundestrainer Joachim Löw, die Spieler und alle Betreuer müssen sich im Hotel und auf dem Trainingsplatz an strengen Hygieneregeln halten. «Wir wollen alle Maßnahmen, Hygiene- und Maskenpflicht einhalten, um auch sicher zu gehen, dass falls mal etwas schief geht, wir zumindest alles getan haben, dass nicht all zu viele davon betroffen sind. Denn eine absolute Sicherheit gibt es bei Corona eben nicht», sagte DFB-Chefmediziner Tim Meyer in einem Video-Interview des Deutschen Fußball-Bundes mahnend.

«Hier ist alles von A bis Z top durchgeplant», bestätigte der Münchner Champions-League-Sieger Niklas Süle. Alles sei gut abgestimmt, so wie er es auch vom FC Bayern kenne. Es sei nur «schade», dass auch die Auftakt-Partie der neuen Nations League in Stuttgart gegen Spanien als Geisterspiel ausgetragen wird. «Wir würden uns wünschen, dass zumindest wieder ein Teil der Fans zugelassen wird», sagte Süle und sprach für alle seine Nationalmannschafts-Kollegen.

Bereits am Mittwoch ist der nächste Corona-Test angesetzt. «Die UEFA hat ein Schema festgelegt, das einheitlich gilt für alle Wettbewerbe», sagte Meyer. Auch 24 Stunden vor der dann folgenden Partie am Sonntag in der Schweiz wird nochmals getestet. Meyer sprach von einem insgesamt relativ eng getakteten Plan.

«Wir können lediglich versuchen, dass wir die Sicherheit so weit wie irgendmöglich hochschrauben», sagte der 52-Jährige. Gleich nach der Ankunft der Nationalspieler im Teamhotel waren die ersten Testungen vorgenommen worden. Alle Ergebnisse waren negativ, so dass Löw die Vorbereitung auf den Neustart seines Teams in Angriff nehmen konnte.

Für Stürmer Timo Werner ist die Pandemie nach seinem Wechsel zum englischen Erstligisten FC Chelsea noch spürbarer geworden als zuvor in Leipzig. «Corona ist dort noch deutlich gegenwärtiger», berichtete der 24-Jährige mit Verweis auf die deutlich schlimmeren Auswirkungen des Virus und die höheren Todeszahlen auf der Insel. «Alles ist noch strikter im Verein, es wird deutlich mehr aufgepasst», sagte Werner, der im Sommer RB Leipzig Richtung London verlassen hatte.

© dpa-infocom, dpa:200831-99-379517/6

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