Gescher
Bitterer Tiefschlag kurz vor dem Abpfiff

Gescher (fw). Die Null stand, allerdings nur bis Minute 88. „Wieder gegen Wüllen, wieder so spät“, sah sich Frank Schulz bitter erinnert an die Hinserie, als sein SV Gescher in der Schlussphase noch zwei Treffer zum 2:3 kassiert hatte. Diesmal kam der Tiefschlag noch später, reagieren konnten die Gastgeber nicht mehr – und so ging ein Punkt verloren, der im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga sehr wertvoll gewesen wäre.

Sonntag, 09.12.2018, 18:41 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 11:14 Uhr
Gescher: Bitterer Tiefschlag kurz vor dem Abpfiff
Unsanft abgeräumt: Stefan Ostendarp (links) wird vom Wüllener Stefan Gosling ausgebremst – kurz vor Schluss ging der SV Gescher endgültig in die Knie. Foto: Frank Wittenberg

Die Entscheidung fiel, typisch für diese Partie mit nur wenigen klaren Chancen, nach einer Standardsituation: Christian Theuring schlug eine Ecke an den Fünfmeterraum, wo TuS-Spielertrainer Rainer Hackenfort per Kopf vollendete – allerdings offenbar mit unlauteren Mitteln. „Marco Ostendarp ist klar in den Rücken gedrückt worden, das hätte der Schiri sehen müssen“, ärgerte sich Schulz, der allerdings einräumte, dass es zehn Minuten vorher bei einer Abwehraktion von Matthias Efsing gegen Hackenfort auch Elfer für Wüllen hätte geben können.

Lange Zeit taten sich beide Mannschaften schwer, echte Torchancen zu kreieren. Zu häufig gingen die Bälle ins Niemandsland oder wurden Beute der aufmerksamen Abwehrreihen. Für den SV verzog Thomas Lanfer aus 18 Metern nur knapp (23.), auf der anderen Seite scheiterte Rainer Hackenfort aus kurzer Distanz an Alexander Trogemann (33.). „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, urteilte Schulz. „Nach der Pause hatte aber Wüllen mehr vom Spiel.“

Tatsächlich hatten die Gescheraner mit zunehmender Spieldauer immer mehr Mühe, für Entlastung zu sorgen. „Leider haben wir vorne die Bälle nicht mehr gehalten“, sah der Trainer sein Personal immer häufiger vor Probleme gestellt. Christopher Behrendt, der den Ball an Alexander Trogemann und auch knapp am Tor vorbei spitzelte (70.) und Klaus Büning, der per Kopf haarscharf zu hoch zielte (73.), trafen nicht – dann aber schlug der Torjäger der Gäste zu und schnappte dem SV diesen einen Zähler noch aus den Händen. 7 SV Gescher – TuS Wüllen 0:1; Tor: 0:1 Rainer Hackenfort (88.).

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