Gescher
Konfettikanone vor dem Umzug

Gescher. Die Jecken in den roten Trikots strahlten über das ganze Gesicht. Besser hätte die Einstimmung nicht laufen können! „Jetzt wird es gleich noch mehr Spaß machen“, freute sich Thomas Lanfer über die drei Punkte, mit denen der SV Gescher in den Karnevalsumzug startete – mit dem 4:1-Sieg beim FC Epe zündete der Bezirksligist gestern Vormittag die perfekte Konfettikanone für den Höhepunkt der fünften Jahreszeit.

Sonntag, 17.02.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 07:26 Uhr
Gescher: Konfettikanone vor dem Umzug
Starker Auftritt: Raphael Busert (rechts), der hier Niklas Wissing entwischt, trug mit zwei Toren zum Auswärtssieg des SV Gescher beim FC Epe bei. Foto: Frank Wittenberg

Einer entpuppte sich dabei als heimlicher Prinz Karneval, denn Raphael Busert packte in der zweiten Halbzeit tief in die Trickkiste und trug maßgeblich dazu bei, dass sein Team nach dem 1:1 zur Pause tatsächlich auf Siegkurs kam. „Der Junge nimmt einfach eine gute Entwicklung“, freute sich Frank Schulz für „Busi“, wollte aber auch das weitere Personal in seinem positiven Fazit nicht vergessen: „Alle haben es durch die Bank heute richtig gut gemacht.“

Die Anfangsphase ging zur ungewöhnlichen Herrenstunde an die Gescheraner. Die zogen bereits in der elften Minute in Führung, als Stefan Ostendarp per Kopf zum 0:1 traf, nachdem die Gastgeber zuvor noch zwei Mal gerettet hatten. „Wir hätten das zweite Tor nachlegen können“, dachte Schulz an mehrere Möglichkeiten, unter anderem von Kapitän Matthias Efsing. Dann aber kam Epe besser ins Spiel und belohnte sich: Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Jannik Holtmann den Ausgleich (30.). Und hätte Alexander Trogemann bei einem weiteren Versuch von Holtmann zwei Minuten später nicht so überragend reagiert, wäre das Spiel gekippt. „In der Phase haben wir nicht gut auf die vielen langen Bälle des Gegners reagiert“, räumte der Trainer ein.

Das sprach er an in der Kabine – und zog Matze Efsing zwischen Sebastian Sicking und Stefan Ostendarp zurück in die Kette, um noch mehr Zugriff zu bekommen. „Das hat gut geklappt“, lächelte Schulz, der in der 58. Minute wieder jubeln durfte: Einen Freistoß von Patrick Sträter aus dem rechten Halbfeld drückte Raphael Busert zum 1:2 über die Linie.

Der FC Epe antwortete mit mehr Druck, wurde aber nur hin und wieder wirklich gefährlich – wie in der 64. Minute, als Steffen Krabbe den Ball nach einer Ecke aus fünf Metern über den Kasten donnerte oder zwölf Minuten später, als der Ball nach einer verunglückten Abwehr Jannik Holtmann vor die Füße fiel, Alexander Trogemann ihm die Kugel aber vom Schlappen fischte. Der SV-Keeper blieb auch cool, als Philipp Horst einen Freistoß noch leicht verlängerte und der Ball den Außenpfosten touchierte: „Habe ich gesehen!“

Mit einem blitzsauberen Konter machten die Gäste den Deckel drauf: Nils Epping passte steil in den Lauf von Patrick Sträter, der vor dem etwas übermotiviert aus seinem Kasten eilenden Torwart Niklas Baumann an den Ball kam und zum 1:3 ins leere Tore schob (86.). Nur eine Minute später legte Raphael Busert mit einem feinen Solo von der Mittellinie das 1:4 nach und läutete den Karneval im Sonnenschein ein. „Wir sind gut drauf, das hat sich schon in der Vorbereitung angedeutet“, verbuchte Frank Schulz drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt – und entließ sein Personal in den närrischen Gescheraner Partymarathon. 7 FC Epe – SV Gescher 1:4; Tore: 0:1 Stefan Ostendarp (11.), 1:1 Jannik Holtmann (30.), 1:2 Raphael Busert (58.), 1:3 Patrick Sträter (86.), 1:4 Raphael Busert (87.).

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