Gescher
Der Ex-Profi fühlt sich pudelwohl

Gescher. Auf seine Jungs lässt Frank Schulz nichts kommen. „Die Mannschaft arbeitet super und hat eine tolle Moral“, schwärmt er. „Hier beim SV Gescher passt es einfach hervorragend.“ Grund genug für den Ex-Profi, dem Bezirksligisten auch über den Sommer hinaus die Treue zu halten – im dann mittlerweile vierten Jahr. Und die Freude darüber beruht auf Gegenseitigkeit, betont der Sportliche Leiter Klaus-Dieter Bürger: „Aus der Mannschaft ist das klare Signal gekommen, mit Frank zu verlängern.“ Gleichzeitig werden Matthias Efsing, Thomas Lanfer und Dennis Schültingkemper als „verlängerte Arme“ weitermachen.

Montag, 04.03.2019, 16:29 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 06:30 Uhr
Gescher: Der Ex-Profi fühlt sich pudelwohl
Mittendrin statt nur dabei: Frank Schulz (2. von links) hat seine helle Freude an seiner Mannschaft – und wird auch in der kommenden Saison mit den Kickern des SV Gescher arbeiten. Foto: Frank Wittenberg

Die Personalie ist geregelt, und das passt zum eitel Sonnenschein beim SV. Denn der Start ins neue Jahr ist mit den beiden Siegen beim FC Epe (4:1) und gegen SpVgg. Vreden II (3:1) perfekt gelungen. Zwei wichtige Schritte im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga, aber viele weitere müssen noch folgen. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – kein fettes Polster, aber durch die jüngsten Erfolge sind weitere Konkurrenten in der Verlosung. „Wir haben andere Mannschaften mit unseren beiden Siegen unter Druck gesetzt“, freut sich Schulz. Der 58-Jährige ist optimistisch, dass das Unternehmen Klassenerhalt auch diesmal erfolgreich bewältigt werden kann. Am Sonntag (10. 3.) im Auswärtsspiel beim VfL Billerbeck wollen sie unbedingt nachlegen.

Dabei waren die Voraussetzungen mit Abgängen wie René Böing (Eintracht Ahaus), Marius Winking (DJK Coesfeld) und Niklas Segbers (aufgehört) zu Saisonbeginn einmal mehr eher bescheiden. „Das kennen wir ja“, zuckt Schulz mit den Schultern. „Besonders offensiv haben wir in den vergangenen Jahren so viele Spieler verloren.“ Gelernte Stürmer gibt es so gut wie gar nicht in seinem Kader.

Aber der Ex-Profi, der 213 Bundesligaspiele für VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach bestritten hat, jammert nicht und hat aus der Not eine Tugend gemacht. Aus den unteren Mannschaften hat er Typen wie Sebastian Sicking, Jan-Niklas Barden, Patrick Sträter oder Mugdad Ismail hochgezogen und eingebaut – mit Erfolg, betont auch Klaus-Dieter Bürger: „Frank Schulz leistet unter schwierigen Umständen eine super Arbeit.“

Seine Entscheidung, in die vierte Saison in Gescher zu gehen, steht in engen Zusammenhang mit einem routinierten Trio: Matthias Efsing, Thomas Lanfer und Dennis Schültingkemper unterstützen den Trainer auf und neben dem Platz tatkräftig. „Die Zusammenarbeit klappt super“, zeigt sich Schulz begeistert. „Auch das Umfeld ist toll.“ Der aktuell laufende Clubheim-Bau am Ahauser Damm, das gute Verhältnis auch zum SV-Vorstand um den Vorsitzenden Markus Lammerding, alles Faktoren, die für einen Verbleib sprechen.

Vor allem aber steht die Arbeit mit der Mannschaft im Vordergrund. „Wir sind auf einem guten Weg, das zeigt auch die Entwicklung in dieser Saison“, urteilt der 58-Jährige. In Gescher, wo es keine teuren Neuverpflichtungen gibt, setzen sie auf die Büllekes aus dem eigenen Talentschuppen. „Auch im nächsten Sommer kommen wieder einige gute Jungs hoch“, freut sich Frank Schulz. Denn der Routinier und DFB-Pokalsieger möchte auch in der Saison 2019/20 wieder ein klares Ziel verfolgen: „Es geht wie immer darum, die jungen Leute heranzuführen und einzubauen.“

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