Fußball: Hendrik Maduschka übernimmt zur neuen Saison Trainerjob beim SV Gescher
„Goldfang“ mit reichlich Erfahrung

Gescher. Die Vorschusslorbeeren fühlten sich für ihn fast unangenehm an. „Wir haben einen fantastischen Trainer gefunden“, freut sich der SV-Vorsitzende Markus Lammerding, während der Sportliche Leiter Markus Schütte die Einschätzung etlicher Außenstehender weitergibt: „Das ist ein Goldfang.“ Hendrik Maduschka hält den Ball flach, wohlwissend, dass er ab dem Sommer diese positiven Eindrücke als Trainer des SV Gescher bestätigen muss. „Diese Komplimente möchte ich lieber hören, wenn ich irgendwann mal wieder gehe“, lächelt der 34-jährige Stadtlohner, der in der kommenden Saison die Verantwortung für den Bezirksligisten übernimmt.

Mittwoch, 11.12.2019, 18:06 Uhr
Fußball: Hendrik Maduschka übernimmt zur neuen Saison Trainerjob beim SV Gescher: „Goldfang“ mit reichlich Erfahrung
Der Neue auf der Kommandobrücke des SV Gescher: Hendrik Maduschka (Mitte), hier mit dem Sportlichen Leiter Markus Schütte (links) und dem Vorsitzenden Markus Lammerding, übernimmt im Sommer den Trainerposten. Foto: Frank Wittenberg

Erfahrung bringt er trotz seiner jungen Jahre reichlich mit. „Mit 15 Jahren habe ich als Trainer begonnen“, erzählt der Lehrer an der Sekundarschule Vreden. 16 Spielzeiten war er als Jugendtrainer beim SuS Stadtlohn tätig, inklusive Westfalenliga-Aufstieg mit den A-Junioren. Eineinhalb Jahre stand er als Co-Trainer am Seitenrand der SuS-Senioren in der Ober- und Westfalenliga. Aktuell ist er als U 14-Trainer des DFB-Stützpunktes Ahaus/Coesfeld in Hochmoor tätig. „Das werde ich bis zum Saisonende weitermachen“, kündigt er an. Dann folgt der Einstieg beim SV, wo er Frank Schulz nach vier Jahren ablösen wird.

Bis dahin will er schon möglichst viele Spiele seiner künftigen Mannschaft beobachten. Die Duelle gegen die Spitzenmannschaften FC Nordkirchen (2:2) und SuS Stadtlohn hat er bereits gesehen – und war durchaus angetan von den Auftritten des SV. „Die Defensivarbeit und das kompakte Auftreten haben mir imponiert“, sagt Maduschka, der in diesem Kader mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen und ganz jungen Spielern ein großes Entwicklungspotenzial sieht. „Dazu kommt das gesamte Umfeld mit der Platzanlage und dem neuen Clubheim“, schwärmt der 34-Jährige, der seinen Blick auch auf die A-Jugend sowie die zweite Mannschaft und die U 23 richten will.

Der Kontakt zu Hendrik Maduschka sei ursprünglich auf einer anderen Ebene zustande gekommen, erzählt Markus Schütte, der sich mit Christoph Kloster um die Personalie gekümmert hat: „Wir wollten ihn eigentlich als Sportlichen Leiter haben, aber in dieser Position sieht er sich noch nicht.“ Dann sei der Gedanke aufgekommen, den Trainerjob anzupacken. Maduschka, unter dessen Regie unter anderem René Böing in Stadtlohn gespielt habe, sei ihm auch schon aktiv begegnet, erinnert sich Schütte: „Er hat mal bei uns eine Einheit mit allen Jugendtrainern durchgeführt. Die Art hat mir imponiert.“

Viel sehen, auch Gespräche mit den Spielern führen, das hat sich Hendrik Maduschka in sein Auftragsbuch für die nächsten Wochen und Monate geschrieben. Das wird auch die sportliche Leitung um Markus Schütte und Christoph Kloster anpacken. „Wir wollen die Jungs trotz einiger Anfragen von anderen Clubs zusammenhalten“, betont Schütte. Zudem soll zeitnah geklärt werden, wie eine Co-Lösung in der Trainingsarbeit aussehen kann.

Eine Sorge kann der neue Trainer seinem Personal schon nehmen: Den Dülmener See, den die Gescheraner in den vergangenen Jahren in der Vorbereitungszeit ausgiebig kennengelernt haben, nimmt Maduschka nicht auf den Zettel – obwohl er selbst bisweilen als Marathonläufer unterwegs ist. „Es geht um Fußball mit kurzen Intervallen und nicht um Ausdauerläufe“, lächelt er. „Da reicht mir Gescher.“

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