Fußball: Marco Streuff gibt Traineramt beim SV Gescher II am Saisonende ab
Zum Abschied der Klassenerhalt

Gescher. Der Wunsch für das letzte Spiel am 24. Mai daheim gegen SW Holtwick steht: Spätestens nach diesen 90 Minuten, besser schon weit vorher, soll das Ticket für die nächste Saison in der Kreisliga A gebucht sein. „Das wäre super, wenn ich hier mit dem Klassenerhalt aufhören könnte“, sagt Marco Streuff. „Das möchte ich von den Jungs als Abschiedsgeschenk bekommen.“ Seinen SV Gescher II will er „erstklassig“ an seinen Nachfolger Kay Kloster übergeben, der im Sommer die A I-Junioren des SV in die Bezirksliga geführt hat.

Dienstag, 28.01.2020, 10:49 Uhr aktualisiert: 28.01.2020, 11:01 Uhr
Fußball: Marco Streuff gibt Traineramt beim SV Gescher II am Saisonende ab: Zum Abschied der Klassenerhalt
Die Zielsetzung ist klar: Der SV Gescher II, hier Matthias Horstick, möchte Trainer Marco Streuff mit dem Klassenerhalt in den vorübergehenden Trainer-Ruhestand verabschieden. Fotos: fw Foto: az

Ganz einfach hat er sich die Entscheidung nicht gemacht. Nach reiflichen Überlegungen kam der 41-Jährige zum Entschluss, dass am Saisonende Feierabend ist – nach dann vier Jahren als Verantwortlicher für die SV-Reserve. „Das hat einfach zeitliche Gründe“, begründete er seinen Schritt im Gespräch mit Markus Schütte und Christoph Kloster, die sich um die sportlichen Belange der Fußballabteilung kümmern. Dass seine Frau Diana wieder in den Beruf zurückkehre, Tochter Sina (6) im Sommer in die Schule komme und der eineinhalb Jahre junge Sprössling Denise dann in den Kindergarten, all das seien nur einzelne Bausteine, die zu einem Gesamteindruck beitragen: „Jetzt muss einfach mehr Zeit für meine Familie bleiben.“

Zumal Zeit ein ganz wichtiger Faktor ist. Denn hochgradig zeitaufwändig ist der Trainerjob, den Marco Streuff aus seinem Selbstverständnis heraus immer mit 100 Prozent erledigen will. „Das hat diese Mannschaft auch verdient“, betont er. „Ich weiß nur nicht, ob ich das auch nach dem Sommer noch so garantieren kann.“ Zumal er in der Hinrunde einige Unruhe im Verein erlebt habe, die dazu geführt habe, sich nahezu an sieben Tagen in der Woche mit dem Thema Fußball beschäftigen zu müssen.

So ähnlich läuft es aktuell auch, was aber mit den vielen Terminen in der Wintervorbereitung zu tun hat. Früher als viele Konkurrenten ist Streuff mit seinem Personal ins Training eingestiegen, weil er aus Erfahrung weiß, dass die Narrenkappe nicht unbedingt förderlich für einen gezielten Formaufbau ist. „Wir haben den Karneval in Gescher in dieser Zeit liegen und das eigentliche Karnevalswochenende auch“, lächelt er. Also müssen sie drumherum ein bisschen mehr arbeiten – auch um das aufzuholen, was in der Sommervorbereitung nicht umzusetzen war, weil er lange Zeit nicht seinen endgültigen Kader zusammen hatte.

Ab dem 1. März zählt es. Anknüpfen wollen sie an die letzten fünf Spiele vor der Winterpause, in denen sie ohne Niederlage geblieben waren und allein neun ihrer zehn Punkte gesammelt haben. Noch ist alles eng zusammen: Vorletzter ist der Aufsteiger, einen Zähler vor Brukteria Rorup, aber auch nur drei Punkte hinter dem Tabellen-13. Borussia Darup. Umso wichtiger wird der Start, der ihnen zunächst ein Heimspiel gegen Adler Buldern beschert und dann die Auswärtsaufgabe bei eben diesen Darupern. „Wir wollen da unten raus“, betont Marco Streuff. Mit dem Klassenerhalt will er in den Trainer-Ruhestand gehen – zumindest in den vorübergehenden. „Ich werde eine komplette Fußballpause einlegen“, kündigt der 41-Jährige an, der auch schon für SW Holtwick und ASC Schöppingen tätig war. „Was sich später ergibt, muss sich irgendwann zeigen.“

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