Bezirksliga: SV Gescher und VfL Billerbeck spielen unentschieden
Nullnummer nach der Hochzeit

Gescher / Billerbeck. Die beiden Trainer steckten nach dem Schlusspfiff von Schiri Celal Gürbüz noch einige Minuten die Köpfe zusammen und ließen das Spiel gemeinsam Revue passieren. Matthias „Matze“ Efsing (SV Gescher), der als Co-Trainer den beruflich verhinderten Vorgesetzten Frank Schulz am Seitenrand vertrat, und Yannick Gieseler (VfL Billerbeck) waren sich nach der Nullnummer einig. Unisono sprachen sie von „einem gerechten Unentschieden“.

Montag, 02.03.2020, 06:15 Uhr
Bezirksliga: SV Gescher und VfL Billerbeck spielen unentschieden: Nullnummer nach der Hochzeit
Hoch und weit: Jan-Niklas Barden (rechts), Außenverteidiger aus Gescher, im Duell mit Matthias Möllering. Foto: az

„Eine Neutralisation, wie sie im Buche steht“, sagte Gieseler. Efsing nickte und meinte treffend: „Schiedlich und friedlich haben wir uns 0:0 getrennt.“ Chancen? Gab es die überhaupt? Große Rechenkünste waren nicht erforderlich, um die Möglichkeiten abzuzählen. Da reichte eine Hand. „Ich glaube, zwei waren’s“, bemerkte Gieseler mit heiterem Grinsen. „Für jeden eine“, bestätigte Efsing, „Mangelware.“

In der Anfangsphase verpasste Gäste-Stürmer Leon Holtmann (7. Minute) eine scharfe Flanke vom rechten Flügel. Denn der gute „Holti“, einer der Längsten auf dem Kunstrasen, war ein paar Zentimeter zu kurz gewachsen, um diesen Ball per Kopf ins Gehäuse zu befördern.

Als die Partie schon auf die Zielgerade eingebogen war, scheiterte der wieselflinke Gescheraner Arne Reddemann (75.) an Keeper Leon Friedrich, der den Knaller reaktionsschnell abwehrte. Das Glück des Tüchtigen hatte er beim Nachschuss von Käpt’n Thomas Lanfer, der abgeblockt wurde.

Das war’s. Mehr hat sich nicht in beiden Strafräumen, auch weil die Trainer den jeweiligen Gegner gut ausgespäht hatten. Yannick Gieseler war am Abend zuvor allein zu Hause. Sturmfreie Bude, wenn man so will. Seine Frau hatte ihn allein gelassen. „Am Fernseher lief nix Gescheites“, erzählte er, „das Beste war noch der Münster-Tatort, doch den hab’ ich mir bereits dreimal reingezogen.“ Was tun? Nun, er nutzte die freie Zeit sinnvoll, schaute sich auf „soccerwatch.tv“ die Konserve vom erfolgreichen Auftritt (2:0) der Gescheraner in Reken an und zog die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel. „Wir saßen dafür nicht vor der Flimmerkiste“, lachte Efsing, „wir waren bei ‘Hubi’ Rolings Hochzeit. Er hatte den passenden Termin ausgesucht“ Sein Pantoffelkino blieb am Samstag stumm. Dafür wurde feste gefeiert.

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