Corona hin, Corona her – Gescher feiert Schützenfest
Grandiose Fünf-Tore-Gala

Gescher. Das fünfte und letzte Tor der Gescheraner gehörte ihm ganz allein. Leon Bürger, das rote Ungeheuer, drang wuchtig in den Strafraum ein. Sein Gegenspieler packte ihn an seinem Trikot, traf ihn auch am Fuß. Klarer Fall von Elfmeter! Bürger, 22 Jahre jung, aber schon abgebrüht wie ein alter Zocker, täuschte den Schlussmann und versenkte den Ball in der 80. Minute zum 5:1. Dass die Gäste aus Vreden auf 2:5 verkürzten, war bloß ein minimaler Schönheitsfehler.

Montag, 21.09.2020, 05:46 Uhr
Corona hin, Corona her – Gescher feiert Schützenfest: Grandiose Fünf-Tore-Gala
Die beiden Turbio-Dribbler sind nur schwer zu bremsen: Arne Reddemann (großes Foto) und Jonah Ploß (kleines Foto). Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Hubertus „Hubi“ Roling rief nach dem Abpfiff lauthals: „Wo ist der Sturmtank Bürger.“ Leon B. strahlte über beide Backen. Auf die Frage, wie viele Treffer er in den ersten drei Meisterschaftsspielen schon erzielt habe, meine er mit einem breiten Grinsen: „Einen!“ Marius Winking, der Frechdachs, scherzte: „Nur deshalb durfte er den Strafstoß auch schießen.“

Der Flach blühte nach der Tore-Gala auf eigenem Platz. „Heute hatten wir den perfekten Einstieg mit drei Buden in den ersten 20 Minuten“, berichtete ein gut gelaunter Hendrik Maduschka, „ein dickes Kompliment an meine Jungs, die sich mit einem überragenden Pressing gleich dreimal früh belohnt haben.“ Gustav Mauritz, der Trainerkollege aus Vreden, staunte Bauklötze: „In der Anfangsphase sind wir überfahren worden.“ Arne Reddemann (3. Minute), Jonas Kemna (17.) und Marcel Probst (19.) sorgten für einen feinen Vorsprung. „Dabei hätten wir noch deutlich höher führen müssen“, traf Maduschka den Nagel auf den Kopf, „denn Chancen gab es reichlich.“ Doch der Gegner hatte viel Dusel. Im zweiten Durchgang gelang Vreden rasch das 1:3 durch Michael Wilkes (52.). Jonas Kemna (54.) gab mit dem 4:1 die passende Antwort. Leon Bürger (80.) holte das 5:2 heraus. Hendrik Nünning (90.) betrieb noch ein wenig Ergebniskosmetik.

Markus Lammerding, der Vereinsboss, war hellauf begeistert: „Traum-Fußball vom Allerfeinsten.“ Marcel Probst, „El Capitano“, die Verstärkung aus Österreich, war weniger euphorisch, attestierte den Kollegen in seinem Wiener Schmäh „eine solide Leistung“. Na ja, mehr als nur solide war das schon. 7 SV Gescher - Spielvereinigung Vreden II 5:1; Tore: 1:0 Arne Reddemann (3.), 2:0 Jonas Kemna (17.), 3:0 Marcel Probst (19.), 3:1 Michael Wilkes (52.), 4:1 Jonas Kemna (54.), 5:1 Leon Bürger (80., FE), 5:2 Hendrik Nünning (90.)

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