Kreisliga A: Kreuzbänder offenbar nicht verletzt / Turo feiert ausgelassen den Derbysieg
Leichte Entwarnung bei Uphaus

Rosendahl. Als seine Kollegen ausgelassen den Derbysieg feierten, war André Uphaus auf dem Weg ins Krankenhaus. Erst gab es eins auf die Nase, dann verdrehte er sich auch noch das Knie – aber die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich glücklicherweise nicht zu bewahrheiten. „Zumindest die Kreuzbänder sind in Ordnung“, erklärte Turo-Trainer Wolfgang Köning am Montag. „Also können wir eine leichte Entwarnung geben.“

Montag, 15.09.2014, 17:55 Uhr

Uphaus war das Sinnbild für den unbändigen Kampf, den der Aufsteiger aus Darfeld dem Ortsrivalen Westfalia Osterwick vor allem in der zweiten Halbzeit geliefert hatte. Denn nach einem Zusammenprall mit Westfalia-Torwart Jan-Simon Wilmer musste der Mittelfeldmann schon lange behandelt werden. „Offenbar ist die Nase angebrochen“, so Köning. „Man konnte zwar zunächst äußerlich nichts sehen, aber André hat es gleich gespürt.“ Trotzdem wollte Uphaus unbedingt wieder aufs Feld und sich in den Dienst der Mannschaft stellen – mit bösen Folgen, denn kurz darauf zog er sich in einem harmlosen Zweikampf die Knieverletzung zu. „Was es genau ist, können die Ärzte noch nicht sagen“, berichtete der Trainer. „Einige Wochen wird er uns mindestens fehlen.“

Immerhin: Kurz bevor Uphaus in der 69. Minute das Feld verlassen musste, endete die Leidenszeit eines anderen Leistungsträgers der Darfelder: Sebastian Daldrup, der sich im Mai im Spiel bei SW Beerlage verletzt hatte, feierte sein Comeback. „Schön, dass Sebi endlich wieder dabei ist“, atmete Wolfgang Köning durch. „Wir können solche Ausfälle dank unseres ausgeglichenen Kaders auffangen, aber nicht über einen langen Zeitraum.“ Auch Tobias Riermann, der in dieser Saison noch keine Einsatzminute hat, befindet sich wieder auf dem Sprung. Noch fehlt ihm die Spritzigkeit, aber schon bald soll der Top-Torjäger wieder eine wertvolle Alternative sein. Gegen Osterwick blieb er noch in der Warteschleife. „Ich wollte in der Schlussphase noch offensiv wechseln“, so Köning. Nach kurzer Beratung mit Dennis Maas entschied er sich dann aber dafür, den kopfballstarken Lukas Ochtrup für die Defensive zu bringen: „Alles richtig gemacht!“

Während die Darfelder mit den Zuschauern und einigen Kaltgetränken den Derbysieg feierten, musste Zoui Allali anerkennen, dass sein Personal an diesem Tag den Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. „Wir haben zu viele Leute, die nicht richtig fit sind“, stellte der Westfalia-Spielertrainer mit Blick auf die Leistungsträger Niklas Segbers und Timo Mevenkamp fest, die verletzungsbedingt einen Großteil der Vorbereitung verpasst haben. Allali selbst, der sich in den vergangenen Wochen mit Oberschenkel-Problemen gequält hatte, musste nach zehn Minuten passen, und Torwart Jan-Simon Wilmer musste angeschlagen auf die Zähne beißen. „Gut, dass wir jetzt zwei Wochen spielfrei haben“, atmete der Trainer durch. Mit Pascal Leipelt hatte er zur Pause sogar einen Spieler ins Getümmel geworden, der gerade erst von einem dreiwöchigen USA-Trip zurück ist. „Pascal war sogar noch ein Lichtblick“, so Allali. „Diese Leidenschaft habe ich bei vielen vermisst.“

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