Spielertrainer Zoui Allali ist stolz auf seine Meister- und Aufstiegsmannschaft
Wenn der Wille Berge versetzt

Osterwick. Der Kopf war noch nicht leer, doch die Beine waren mega-schwer. „Schon beim Aufwärmen hab' ich gemerkt, dass die Jungs nicht so spritzig waren wie sonst“, sagte Zoui Allali, Spielertrainer von Westfalia Osterwick, nach dem 4:1-Erfolg über den SC Südlohn, „alle waren total platt.“

Freitag, 19.06.2015, 15:00 Uhr

Aber sie haben sich zusammengerissen und die letzten Energien abgerufen, die ihnen geblieben waren nach dem Härtetest gegen die SG Coesfeld 06 mit Verlängerung plus Elfmeterschießen. „Der Wille kann Berge versetzen“, betonte Zoui Allali, „das haben wir wieder gesehen.“ Mit einem Kraftakt ohnegleichen sind die Osterwicker über den Rasen im Stadtlohner „hülsta sportpark“ gestürmt. Eiskalt haben sie ihre Konterchancen verwertet und ihr großes Ziel realisiert: die Rückkehr in die Bezirksliga!

Die Strapazen steckten ihnen nach dem Schlusspfiff von Schiri Holger Derbort, der die Partie gewohnt souverän leitete, noch deutlich spürbar in den Beinen. „Drei Spiele in fünf Tagen haben wir gemacht, eins davon mit 'ner Extraschicht. Das ist mächtig“, klagte Zoui Allali, „die Profis mosern immer über englische Wochen. Was sollen wir denn sagen?“ Gut organisiert, kritisierte Allali die Terminwahl, sei das nicht. „Der Staffelleiter kann allerdings nichts dafür“, nahm er Horst Dastig in Schutz, „dem wird das vorgegeben vom Verband.“

Tags darauf, nach einer Mütze Schlaf, ist Zoui Allali „mit einem Grinsen“, wie er berichtete, zur Praxis gefahren. „Eigentlich hab' ich freitags immer frei“, erklärte der gelernte Physiotherapeut, „weil jetzt Ramadan ist und ich faste, habe ich meine Arbeitszeit anders geregelt.“ Als gläubiger Muslim hatte er sogar am Spieltag gefastet.

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