Steuermann Zoui Allali führt sein Team durch alle Klippen
Mit Salatschüssel auf die Pauke gehauen

Osterwick. Die Salatschüssel, wie die Meisterschale auch genannt wird, war immer dabei! Als Niklas Weßeling und Uli Wirtz, die beiden Jungspunde aus Osterwick, die silberne Trophäe mit wildem Jubel in die Kamera hielten, gab es kein Halten mehr bei den Fans.

Montag, 22.06.2015, 17:32 Uhr

Im Nu verwandelten die rot-weißen Anhänger den „hülsta sportpark“ in ein Tollhaus. Mittendrin die Spieler, die ausgelassen den Aufstieg feierten und damit den Abstieg wettmachten, der ihnen zwei Jahre zuvor widerfahren war. Als einen Betriebsunfall hatten viele den Sturz in die Kreisliga A aufgefasst. Den Lapsus haben sie nunmehr revidiert durch einen phantastischen Schlussspurt nach einer langen, kräftezehrenden Saison, die mit einem unvergesslichen Happy-End endete.

Als seine Kadetten ihren Triumphzug im Monat Juni ausgiebig feierten, stand Zoui Allali ein wenig abseits auf dem Rasen der Stadtlohner Arena. „Ich bin mega-stolz auf das, was die Mannschaft geschafft hat“, lobte er sein Personal, das entschlossen hundert Prozent Einsatz investierte, als der Dauerrivale SG Coesfeld 06 in der alles entscheidenden Phase schwächelte. „Den Verein“, bemerkte Zoui Allali, „habe ich jetzt ins kalte Wasser geschubst.“ Lange Zeit plagte den Trainer das Gefühl, als wollten die Verantwortlichen, das ganze Umfeld und auch die Spieler gar nicht aufsteigen. Doch als es ernst wurde, standen alle Beteiligten wie eine Eins zusammen und griffen zu. Erbarmungslos.

Wenn es Mitte August wieder losgeht mit der Meisterschaft, wartet auf Westfalia Osterwick eine neue Herausforderung. „Bezirksliga – na und! Das schaffen die Jungs. Aber locker. Das Potenzial haben sie allemal“, machte ihnen Zoui Allali Mut für die Aufgaben in der höheren Klasse, „sie sollten diese Chance als Geschenk annehmen.“ Er selbst ist dann nicht mehr dabei, denn Zoui Allali, der das Westfalia-Schiff als Steuermann erfolgreich durch die Klippen der Kreisliga A geführt hat, geht von Bord. Sein künftiger Arbeitgeber ist der SV Gescher, der nach einjährigem Gastspiel in der Landesliga den freien Fall in die Bezirksliga nicht verhindern konnte. Dadurch werden sich der Aufstiegstrainer und seine Aufstiegsspieler schon bald wieder sehen – allerdings als Gegner.

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