Rosendahl
Im Sturm steckt der Wurm – Nervenflattern vorm Tor

Darfeld (uh). Die neuerliche Niederlage ging ihm gegen den Strich. Mit Pudelmütze und kurzer Hose stand „Hubi“ Roling nach dem Schlusspfiff im Regen. Sauer war er über das 1:3 in Osterwick – und gab trotz schlechter Laune bereitwillig Rede und Antwort. „Das 1:3 spiegelt nicht die wahren Kräfteverhältnisse auf dem Platz wieder“, hielt er fest, „dieses Derby hätte auch unentschieden gehen können.“

Montag, 03.12.2018, 15:46 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 05:24 Uhr

Allzu gern hätte Roling, Co-Trainer unter Markus Lindner, seinem Vorgesetzten einen Punktgewinn mitgeteilt. Lindner, der nach seinem Kurz-Urlaub in New York im Flieger saß und „Good Old Germany“ ansteuerte, bekam allerdings keine erfreulichen Nachrichten übermittelt.

Der 0:1-Rückstand durch Tobias Paschert (45. + 1) schwirrte Roling immer wieder durch den Kopf. „Einen Moment nicht aufgepasst“, haderte er, „und schon war’s passiert.“ Dabei hatten sie aussichtsreiche Möglichkeiten vorher fahrlässig vergeben. „Das alte Leiden“, klagte Roling, „wir schießen zu wenig Tore.“ In Osterwick ist ihnen nur eins gelungen, 30 waren es zuvor in 17 Spielen. Nicht rekordverdächtig!

Nachdem die Gäste in der Kabine den späten 0:1-Schocker verdaut hatten, wollten sie im zweiten Durchgang auf den Ausgleich drängen. Allerdings mit der gebotenen Vorsicht. „Wir spielen ja kein Harakiri“, meinte „Hubi“ Roling, „und dann haben wir dem Gegner durch individuelle Schnitzer zwei Tore selber aufgelegt.“ Leon Eggemann (58.) und Florian Richters (81.) sagten artig Dankeschön und führten ihre Mannschaft im Rosendahler Derby endgültig auf die Gewinnerstraße.

„Die beiden Schüsse der Osterwicker gehen genau ins Netz. Da passte kein Blatt mehr zwischen“, staunte „Hubi“ Roling über die Präzision der Schützen, „das war heute der entscheidende Unterschied.“ Dass Carsten Daldrup (88.) mit seinem neunten Saisontreffer auf 1:3 verkürzte, war zwar schön für seine persönliche Statistik, doch der eine Zähler, den Roling allzu gern beansprucht hätte, blieb reines Wunschdenken. Denn kurz darauf beendete der umsichtige Schiri Leonard Render die Partie, die in der Derby-Geschichte gewiss kein besonderes Kapitel erhalten wird. Dazu fehlten eindeutig die spektakulären Momente.

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