Rosendahl
Solo für Mario Beeke

Holtwick. Ein bisschen Wehmut schwingt schon jetzt mit, auch wenn noch elf Meisterschaftsspiele zu absolvieren sind. „Das war und ist eine tolle Zeit – erst mit Ahmed Ibrahim, jetzt mit Mario Beeke“, sagt Johannes Dönnebrink. „Aber nach 16 Jahren im Seniorenbereich möchte ich etwas kürzertreten.“ Deshalb wird „Jojo“ im Sommer nach drei Jahren seinen Job als Spielertrainer bei SW Holtwick aufgeben und die Verantwortung komplett in die Hände seines Kollegen legen: Mario Beeke wird sich in der neuen Saison alleine um den A-Ligisten kümmern.

Donnerstag, 27.12.2018, 17:21 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 10:06 Uhr
Rosendahl: Solo für Mario Beeke
Foto: az

Der Aufwand ist groß, daraus macht Dönnebrink kein Geheimnis. Die Aufgaben bei SW Holtwick, dazu der Job bei Dieker & Voss in Gescher im Außendienst für den Fliesengroßhandel und nicht zuletzt die eigene kleine Familie – „ich möchte da einfach mal mehr Zeit haben“, betont der 33-Jährige mit Blick auf seine Frau Isabel und den eineinhalbjährigen Sohn Oskar. Aktuell werde es immer schwieriger, sich mit 100 Prozent für den Trainerjob einzusetzen. Und wer Dönnebrink kennt, der weiß, dass er immer diese 100 Prozent bringen will. Mindestens.

Nach zwei erfolgreichen Jahren in seiner ersten Trainerstation, die er gemeinsam mit Ahmed Ibrahim im Sommer 2016 angetreten hat, läuft es auch in dieser Saison gemeinsam mit Mario Beeke sehr ordentlich. „Leider hängt uns noch der schlechte Start etwas nach“, bedauert Beeke. Die beiden führenden Mannschaften der Liga, Westfalia Osterwick und SuS Olfen, noch unter Druck zu setzen, werde schwierig, aber immerhin haben sich die Holtwicker schon wieder auf Platz drei der A-Liga vorgeschoben.

Und eben diese Entwicklung will Mario Beeke, der in der nächsten Woche 32 Jahre jung wird, auch in der Saison 2019/20 fortsetzen. „Die Arbeit macht Spaß mit guten Jungs, die alles raushauen“, lobt der Gescheraner sein Personal. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende.“ Mehr Verantwortung wird der Lehrer für Sport und Italienisch an der Gesamtschule in Recklinghausen dann tragen, aber das kennt er aus seinen zwei Jahren zuvor beim Bezirksligisten Adler Weseke. „Das hat mit dem Klassenerhalt jeweils gut geklappt“, lächelt Beeke, der freilich Unterstützung durch einen Co-Trainer erhalten soll, kündigt der SW-Vorsitzende Thomas Fedder an: „Das werden wir intern regeln.“

Mehr am Rand als auf dem Platz, das ist für Beeke aktuell die Marschroute und soll sich auch künftig nicht ändern. „Ich will nicht ausschließen, bei Bedarf mal mitzuspielen und meine Erfahrung einzubringen“, erklärt er. „Aber grundsätzlich sollen die jungen Leute ran.“ Immerhin: Die anhaltenden Achillessehnenprobleme, mit denen er in seinen zwei Jahren beim SV Gescher immer wieder zu kämpfen hatte, sind zuletzt in Weseke und bislang in Holtwick nicht aufgetreten.

Die Zusammenarbeit mit Jojo Dönnebrink will Mario Beeke in der Rückrunde noch genießen. „Wir ergänzen uns hervorragend, und menschlich ist er ein super Typ“, sagt er mit Blick auf seinen Kollegen. Der wiederum will nicht ausschließen, irgendwo wieder als Trainer einzusteigen. Bis dahin wird Dönnebrink sich bei den Alten Herren des SV Gescher fit halten – mit vielen alten Weggefährten wie Marco Rotaru, Jan Schwanekamp, Stephan Kirschbaum und mit seinem Bruder Alexander „Ali“. Vorher aber will er gemeinsam mit Mario Beeke bei SW Holtwick noch zwei Ziele in die Tat umsetzen: „Platz drei verteidigen und im ersten Spiel nach der Winterpause das Derby gegen Westfalia Osterwick gewinnen!“

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